E- Autos und Brennstoffzellen – Es gibt keine Medaille ohne Kehrseite!

Wir Menschen sehen es als wichtig an unseren Status- Quo zu halten und der ist im 21. Jahrhundert vor allem eins, bequem!
Wir sind es gewohnt, dass wir wann immer wir wollen, so schnell es Geschwindigkeitsbegrenzungen zu lassen, mit dem Auto von A nach B kommen.

Fridays for Future will das ändern! Sagen die Gegner. Sie wollen die Automobilindustrie zerstören, lese ich immer wieder.

E- Autos sind nicht klimaneutral, lese ich auch immer wieder und die Brennstoffzelle wird zu sehr in den Himmel gehoben.

Nun ja, ich denke Jein!

E- Autos kann man, betrachtet man die Fahrt an sich als klimaneutral betrachten. Aber die Fahrt allein ist nun einmal nicht alles. Das Produkt, Auto wird gefertigt, ebenso der Akku und der ist nun einmal ein Li- Ionen Akku und wir wissen denke ich alle wie Lithium gewonnen wird. Auf die Verarbeitung kann ich an dieser Stelle nicht eingehen, aber ich denke nicht das Akkus in klimafreundlichen Fabriken gefertigt werden, das lass ich hier mal als Behauptung stehen.
Der Lithiumabbau zerstört Lebensräume für Mensch und Tier(*1), da der Abbau zu einem Schwund des Grundwasserspiegels in den betroffenen Regionen führt. Diese Regionen sind ohnehin Arm und haben oft einen Mangel an sauberen Wasser. Eine zusätzliche Verschmutzung ist aus moralischer Sicht, aber auch aus Sicht des Naturschutzes sinnbefreit. Wir haben im Moment keine Alternative für Handys Lap- Tops und Co. , die Frage ist sollen wir dann noch mehr Abnehmer schaffen?

Ist die Brennstoffzelle da besser? In Hinblick auf die Karosserie ist sicher nichts besser oder schlechter,besonders wenn Leichtbaumaterialien verwendet werden.

Aber eine Studie des Frauenhofer Institut betrachtet in Sachen Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit die Bereiche Herstellung, Betrieb und Entsorgung.
Bei dieser Studie zeigt sich, dass die Brennstoffzelle als Langstreckenfahrzeug effektiver ist als ein mit E- Auto.
Weiter zeigt sich das selbst im Worst- Case- Szenario, indem der Wasserstoff aus Erdgas gewonnen wird, das Brennstoffzellen- Fahrzeug nachhaltiger ist als Diesel und Benziner.(*2). In einem Szenario, indem der Wasserstoff aus Elektrolyse gewonnen wird, würde die Brennstoffzelle bei unserem aktuellen Strommix schlecht abschneiden, dies würde sich allerdings bei einem Ausbau alternativer Energien ändern.
In dem besten Szenario wird der Strom durch Windkraft gewonnen, da die meisten Windkraftanlagen in Deutschland oft nicht in Betrieb sind, da sie aktuell nicht in das Stromnetz eingespeist werden können, da die Energie in dieser Zeit nicht benötigt wird. Hier wäre Wasserstoff ein Nebenprodukt.
Doch hier gibt es Kritik, dieses Vorgehen wäre nicht wirtschaftlich.(*3) Ich persönlich kann hier nur Sagen, scheiß drauf, aber hey, das ist halt meine Sicht.
Ich denke wir müssen uns fragen wollen wir Nachhaltig sein oder weiter die Macht dem Geld geben? Und ja ich denke das ist eine essentielle Frage, die besonders zukünftige Generationen betreffen wird. Auch wenn es Wirtschaftsblätter gerne so darstellen, der Kapitalismus macht nicht alles besser!

Weiter könnte man die Produktion natürlich ins Ausland verlegen, angenommen man möchte jedes Auto durch ein Brennstoffzellen- Auto ersetzen, denn dann könnten wir laut Hochrechnungen nicht mehr genug Ökostrom herstellen.
Es müssten dann Anlagen gebaut werden, die Salzwasser entsalzen und das in Ländern die meist ohnehin wenig Trinkwasser haben. Dieses Wasser würde dann für Wasserstoff und nicht die Bevölkerung verwendet werden. Dazu machen wir uns von den Ländern abhängig. (*3)
Ja, ich sehe auch moralische Probleme. Aber kann man wenn ohnehin Anlagen zum entsalzen von Meerwasser stehen nicht auch welche für Trinkwasser bauen, als Ausgleich? Ich meine Reiche Menschen spenden für den Wiederaufbau der Notre Dame, aber ein sinnvolles Projekt will niemand unterstützen, klar schützt die Steine, die sind eh sympathischer als Lebewesen!
Aber ja ich sehe ein Problem in der moralischen Frage. Nicht aber in der Frage der Unabhängigkeit, denn Funfact, wir sind ja auch jetzt abhängig von Ländern mit Ölvorkommen, die teilweise ein zweifelhafte und instabile Politik und einen großen Anteil an verarmter Bevölkerung besitzen. Ich meine das würde den Status Quo nicht ändern! Dennoch ist die Frage, wollen wir wirklich ein anderes Land ausbeuten? Was wir aber auch in vielerlei Hinsicht ohnehin schon tun. Hier wird auf ein Bewusstsein angespielt, dass in zum Beispiel der Mode nicht vorhanden ist. Fair- Fashion ist die Ausnahme und teuer. Und ja wir sollten uns dieser Frage stellen, wollen wir weiter ausbeuten oder mehr zahlen und weniger konsumieren? Ich meine in keiner Weise, dass das eine Frage ist die wir ignorieren sollten, aber zum einen ist es so, dass es lächerlich ist diese Frage zu stellen, wenn man die wirtschaftliche Sicht betrachtet, wo der Wirtschaft das ansonsten auch meist egal ist. Zum anderen wer sagt denn das wir alle Autos ersetzen müssen? Wir können ja auch nur einige Autos ersetzen und für die anderen Fahrten andere Wege finden…..

Von daher kennt ihr das Wort Kompromiss?

Also kommen wir zunächst zur Automobilindustrie.
Eine Umstellung der Motoren heißt nicht das Ende dieser Industrie, nur eine Veränderung. Auch herkömmliche Verbrennungsmotoren werden immer wieder und mehr verändert und das war noch nie der Tod dieser Industrie!
Die Menschen würden zukünftig eben immer noch Autos mit anderen Motoren kaufen, die Hersteller von Motoren und Motorteilen müssten also rechtzeitig umstellen.Die Arbeitsplätze im Karosseriebau blieben aber erhalten und die ganzen Zubehörteilemacher müssen sich ohnehin keine Gedanken machen.

Motorsport- Fans müssen jetzt tief durchatmen.
Autos und Motorräder machen dann keinen Krach mehr.
Und ja eigentlich ist das wichtig, dem stimme ich vollkommen zu. Das nimmt uns Zuschauern einen großen Spaßfaktor weg!

Kommen wir zur moralischen Frage?
Müssen wir den Kurzstrecken fahren?
Also mit dem Auto?
Können wir nicht das Fahrrad nehmen?
Wäre es vielleicht sinnvoll, auch die Öffis am Land aus zu bauen?
Das heißt ja nicht, dass niemand mehr ein Auto kauft, aber das man eben auch Alternativen hat. Wäre das wirklich so schrecklich. Wenn wir Menschen aus unserer anfänglich erwähnten Bequemlichkeit hin und wieder ausbrechen?
Ich persönlich denke nicht das es so ist!

Bessere Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel würden am Land dazu führen, dass Jugendliche, die sich den Führerschein nicht leisten können auf dem Land wohnen bleiben können. Das würde die Landflucht mindern und dem zu starken Wachstum der Städte und somit dem Mangel an Wohnraum vorbeugen. Man könnte auch studieren ohne immer umziehen zu müssen. Oder eine Ausbildung machen, ich kenne da einige die wegen der Ausbildung umgezogen sind, weil eben kein Bus zum Betrieb fuhr und man mit 16 nach der Realschule kein Auto und keinen Führerschein hat und vielleicht kann man sich den auch nicht leisten, vom Ausbildungsgehalt.
Weiter müssten die Jugendlichen mit Geld nicht zwangsläufig einen MoFa- Schein oder 125er Schein machen um aus dem Ort weg zu kommen. Tatsächlich ist es genau so da wo ich wohne. Du willst nach 14:00 Uhr aus dem Ort raus kommen oder gar aus der Stadt nach Hause? Na dann frag deinen Eltern ob sie dich abholen oder mach einen 125er Schein! Busse? Was sind Busse? In den Ferien und am Wochenende stammen sie aus Märchen, denn da gibt es sie überhaupt nicht!
Aber auch das Bewusstsein muss sich ändern!
Man muss bereit sein zum Dorfbäcker- und Metzger auch mal das Fahrrad zu nehmen und nicht das Auto, auch wenn das bedeutet einen Ort weiter zu fahren. Mann muss bereit sein die Einkauftasche mal ein bisschen weiter zu tragen als vom Auto nach Hause.
Man sollte sich überlegen ob man wirklich Wasser kaufen muss, wo unser Leitungswasser ja in den meisten Regionen unbedenklich ist.(*4) Wenn ich mir die Wasserkisten spare, dann muss ich sie nicht tragen, kann mir also eine Fahrt mit dem Auto sparen. Auch Schorlen kann ich selber Mischen, was es spart Kästen zu tragen und oft auch ein wenig gesünder ist.
Bier würde ich jetzt eher kaufen als Brauen, das ist dann doch eher aufwendig und umständlich.
In der Stadt ist ohnehin die Frage, brauche ich ein Auto im Alltag oder reicht es aus mir ein Auto zu mieten wenn ich in den Urlaub will und dorthin kein Zug fährt.
Wir sollten uns öfter fragen, macht eine Zugfahrt mehr Sinn?

Mein persönlichen Vorteile:
Ich kann im Zug schlafen.
Ich kann im Zug lesen.
Es gibt ein Restaurant (Im ICE)
Es gibt keinen Stau.
Ich verfahre mich nicht!

Nachteile
Menschen!
Die deutsche Bahn und ihre Pünktlichkeit.
Der unfassbar schlechte Ausbau der Strecken!

Ich denke das wir oft auf das Auto verzichten könnten oder die Strecken die wir mit dem Auto fahren splitten.
Ich zum Beispiel lebe am Land und studiere. Ich fahre ( auch weil es keinen passenden Bus gibt) mit dem Auto zum nächsten Bahnhof und dann Zug.
Ich habe Kommilitonen, die auch keine Wohnung in der Stadt gefunden haben, sich diese nicht leisten können oder aus anderen Gründen nicht umgezogen sind. Die fahren oft komplett mit dem Auto. Warum? Wir haben doch ein Zugticket umsonst. Der Zug fährt jede Stunde, die Hälfte der Strecke jede halbe Stunde. Ich fühle mich damit nicht zu unflexibel und nutze mein Auto nur in Ausnahmen. .

Alles in allem denke ich nicht, dass der Klimawandel aufgehalten werden kann wenn wir alle Motoren austauchen, nein wir müssen auch aus unserer Komfortzone heraus. Mehr laufen und Radfahren.
Weniger Fliegen, mehr Bahn fahren ( also zumindest die die es betrifft, das sind ja jetzt echt nicht alle!).
Auch mal die Bahn für lange Strecken.
Aber ich denke auch nicht das wir die Autos irgendwie gänzlich vernichten und die Automobilindustrie stirbt. Ich kann mir nicht vorstellen das es gar keine Kreuzfahrten und Flüge mehr gibt. Aber wir können versuchen es aktiv ein zu dämmen!
Dabei wird nicht jeder mitmachen, aber wenn es mehr sind die mitmachen, müssen die anderen in manchen Momenten vielleicht durch einen gesellschaftlichen Wandel heraus aus ihrer Komfortzone.

Es gibt nicht das Mittel das alles was wir haben eins zu eins und besser ersetzt, aber es gibt Ansätze und ich denke die kann man unterstützen und sie vorantreiben. Dann zum Beispiel wenn sie noch nicht nachhaltig sind, aber das Potential dazu haben. Man kann versuchen das Potential aus zu bauen.
Um das Potential effektiv und sinnvoll zu nutzen muss man dann aber vielleicht dennoch auch etwas in seinem Leben ändern (ein Auto statt zwei in der Familie, gefahrene Wege einsparen, anders in den Urlaub, druck auf die Politik aus üben, den Ausbau der Öffis und billigere oder kostenfreie Tickets fordern, sowas zum Beispiel).
Manche dieser Dinge sind sicher noch nicht möglich und werden auch von mir nicht genutzt. Weil es sie noch nicht gibt oder weil auch ich zu bequem bin. Niemand kann und muss perfekt sein, aber wir können ja versuchen uns alle ein bisschen zu bemühen. Wir müssen nicht von heute auf morgen laufen und wir können uns nicht morgen ein neues nicht vorhandenes Auto mit alternativen Antrieb kaufen oder leisten! Eine Umstellung geschieht Schritt für Schritt und nicht über Nacht, das wird weder Morgen noch Übermorgen soweit sein. Aber wenn wir daran wirklich interessiert sein sollten etwas zu ändern, dann müssen wir nach und nach ein bisschen auf Bequemlichkeit verzichten.
Wir müssen nicht ab sofort gar nicht mehr Auto fahren ( also zum Beispiel unser Hobby aufgeben (Man kann ja als Hobby Autorennen fahren oder Motorrad fahren oder für das Hobby weit fahren müssen), unser Hobby kann ja scheiße für die Umwelt sein, das kann uns bewusst sein und wir können zu bequem sein es gänzlich auf zu geben oder zu interessiert. Und solange es keine Alternativen gibt oder die keiner bezahlen kann ist das auch vollkommen okay! wenn du umsteigen würdest sobald du es bezahlen kannst ist das noch besser!).
Es geht in den heutigen Diskussionen nicht immer darum perfekt zu sein, das ist ein Druck den wir Menschen uns gern machen. Es geht darum eine Wende zu fördern und zum Beispiel weniger zu verbrauchen, bewusster mit Rohstoffen um zu gehen.
Man ist auch schon bewusster wenn man einige aber nicht alle Wege ersetzt, wenn man seltener, aber nicht nie fährt.
Und objektiv betrachtet können wir uns jetzt, zumindest die meisten, keine neuen Motoren leisten, das dauert noch ein paar Jahre. Aber dann sollten wir drüber nachdenken um zu steigen. Bis dahin werden wir Benzin und Diesel tanken um unser Ziel zu erreichen. Wir haben noch keinen Bus der in kleinen Orten regelmäßig hält und solang es ihn nicht gibt, können wir ihn nicht nutzen, aber wir können ihn fordern und falls wir ihn bekommen können wir ihn dann nutzen! Solange müssen wir am Wochenende fahren, wenn wir spontan sein wollen!

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen

(*1) http://www.wasserraub.de/abbau-von-rohstoffen/
(*2)https://h2.live/news/860
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2019/fraunhofer-ise- vergleicht-treibhausgas-emissionen-von-batterie-und-brennstoffzellenfahrzeugen.html
https://www.focus.de/wissen/bild-der-wissenschaft/tid-24193/brennstoffzelle-minuspunkte-fuer-elektrolyse_aid_684301.html
https://www.n-tv.de/auto/Wer-gewinnt-Rennen-um-beste-Klimabilanz-article21146403.html
(*3)https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/kuenstliche-kraftstoffe-das-problem-mit-dem-wasserstoff-a-1168785.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/gruener-wasserstoff-soll-die-industrie-klimaneutral-machen-a-1266023.html
(*4) https://www.test.de/FAQ-Wasser-ist-Leitungswasser-besser-als-Mineralwasser-4745742-0/#question-0

Dörfer wären schöner wären sie weniger konservativ!

http://www.hersfelder-zeitung.de/lokales/breitenbach/breitenbach-herzberg-wehrt-sich-gegen-umzingelung-durch-windraeder-6594824.html#idAnchComments

Mal kurz zwischendurch aufregen. Weil, wie schon im Beitrag Windkraft Nein Danke gesagt. Die sind bei mir in der Ecke ein bisschen eingefahren. Jetzt lese ich noch, Windanlagen bei Aussiedlerhöfen (der im erwähnten Beitrag aufgeführte Windpark steht inzwischen) seien schuld der dummen Politik der Grünen.
Schweig Still CDU- Fanatiker!
Ich wünsche manchen Menschen neben einem Atomkraftwerk, an einer Castortransportstrecke oder nahe einem Salzberg der Endlager werden soll zu wohnen. So auch ihm!

Im Gegensatz zu den meisten Leuten in der Gemeinde, denke ich nicht, das Windkraftanlagen unzumutbar sind und diese Anti- Windkraft-Einstellung war für mich ein klarer Grund Nein! Zum Bürgerforum der Gemeinde zu sagen. Man beschränkt sich bei seiner Haltung gegen alternative Energien auf Aussiedlerhöfe die nahe gelegen sind. Ich könnte die Arbeit schätzen, wäre es so, dass es nicht genug Messungen gab und die Anlage ineffizient ist, solange man mir aber das nicht beweist und will das ich gegen etwas, was ich nicht gänzlich schlecht finde unterschreibe, weil jemand in der Nähe wohnt, der sich im klaren sein müsste, das Regeln die für Ortschaften gelten, bei ihm nicht so ganz zählen, da er außerhalb wohnt, solange bin ich gegen ein angeblich politisches Forum, das sich mit den Problemen der Mitglieder allein und nicht kommunen Problemen rumärgert. Traurig ist, das Argumente nun einmal nicht sind, das die Windräder oft inaktiv oder ineffizient gebaut sind, weil sie an dem Ort stehen, an dem die Firma den meisten Profit macht und nicht dort wo sie Sinn ergeben, oder eben, das Wald abgeholzt und Tiere bedroht werden. Nein Argumente sind Gegend und das man eben näher dran wohnt als man dürfte, weil man diesen Ort selbst gewählt hat.

Danke, das alles was ihr schlecht findet übrigens nur von den Grünen ausgeht. Die ihren eigenen Kurs leider zu sehr verlassen haben, eine neue wirklich grüne Partei, wäre im Moment schön.
Warum übrigens sind Landwirte, die von vielen Plänen der Grünen finanziell profitieren würden, meist CDU- Wähler, wo der CDU das Land und die Milchpreise weniger wichtig sind, als den von ihnen verhassten und verlachten Grünen ? Dieses blinde hassen von Partein und alles ihnen zu schieben mag ich nicht. Es ist auch auch klar, das Merkel seit Fukushima auch eine Anti- Atom-Haltung hat oder? Die gehört übrigens zur CDU.

Aber wäre es anders, wären die Menschen hier, mitten in der Natur ein bisschen offener, wäre es schöner!

SO das war sehr wirr, weil es irgendwo zwischen warum macht ihr das und warum schiebt ihr alles auf Patein lag, Entschuldigung.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Windkraft Nein danke

Wir befinden uns in einer Gemeinde, deren Ortsteile zumeist keine 200 Einwohner aufweisen, kurz vor den Kommunalwahlen werben die beiden Parteien (oder besser die SPD und das parteilose Bürgerforum) die es auf Gemeindeebene gibt, gerade mit einer Sache, wir sind gegen einen Windpark.
Warum? Naja, ich vermute ganz frei, weil einige im Bürgerforum eben einfach zu alt sind und keine Veränderung wollen, weil ein Mitglied eben auf einem Aussiedlerhof lebt und zu dem kein Mindestabstand von den Windrädern zum Hof gehalten werden muss, dann stehen die ja an einem, oh mein Gott.
Petitionen gegen den ersten Windpark sind sogar erfolgreich (meine Unterschrift hätte er nicht bekommen). Der neu geplante Windpark aber kommt nicht auf unsere Gemeinde, sondern auf den Boden der knapp angrenzenden, dennoch sind wir die nächsten Anlieger und bekommen einen Infoabend von der zuständigen Firma.

Hier fragen Bewohner eines weiteren Aussiedlerhofes mit Gestüt, ob der Infraschall, die Pferde beeinflussen könnte und wenn, das dies ja dann existenzgefährdend sei. Ja okay ich gebe zu die armen  Tiere, das ist wirklich ein Grund gegen die Windkraftanlage zu sein, die anderen Gründe sind aber nicht ganz so fundiert. Natürlich beeinflusst der Infraschall auch die Menschen, aber ich sage gerne, der Mensch kann sich oft wehren oder weg ziehen, aber Tiere haben da meist nicht so ein Glück.

Liebe Menschen in meiner Gemeinde, auf lange Sicht kann ich gegen das Argument, das Windräder die Landschaft verunstalten und wir eine Touristenregion sind sagen:

Punkt A: Der Tourismus ist jetzt nicht gerade, die klar zu erkennende wirtschaftliche Grundeinnahme, die er sein sollte. Davon ab, kann man sich mit Windrädern als saubere (umweltbedingt gesehen) Touristenregion hinstellen, die an die Zukunft denkt. Davon ab fahren noch immer genau so viele Menschen in die Rhön, die tatsächlich vom Tourismus lebt trotz Windrädern.

Punkt B: Wägen wir doch mal das geringere übel ab. Wir haben Windräder, die unsere Gegend angeblich verunstalten, was aber absolut im Auge des Betrachters liegt, die ansonsten Geräusche machen, die wir nicht hören, weil sie soweit von uns weg stehen (Entschuldigung  an die Menschen am Aussiedlerhof). Andererseits haben wir auch Merkers nicht all zu weit von uns, man mag denken Merkers sind gut 30-50 Kilometer, ja das stimmt mit dem Besucherbergwerk, einige Stollen sollten aber deutlich näher sein. Merkers oder generell Salzstollen die nicht mehr in Gebrauch sind werden als Endlager für Atommüll genutzt (so soll das auch Merkers und manche der stillgelegten Stollen von K und S werden es bereits wenn ich mich da nicht gerade vertue, dann tut es mir leid. Atommüll bedeutet Jahrhunderte oder Jahrtausende lange Strahlungsbelastung. Wollen wir also die Umwelt ein bisschen verschandeln oder mehr Müll als nötig in die Salzstollen werfen um das Risiko von Strahlen belastet zu werden immer weiter zu erhöhen? Denn ja Atommüll kommt in Salzstollen, weil eben aus denen die Strahlung nicht bis zu uns tritt, aber wie oft hat man jetzt schon von einem Rutsch in so einem Lager gehört, der bedrohlich werden kann? Das Problem ist, das die Natur nicht einfach mal so ewig beschließt keine Platten mehr zu verschieben, damit wir sicher sind.

In vielerlei Hinsicht schauen Menschen nicht weit genug voraus, es gibt Dinge, die nun einmal auch sie belasten können und das schneller als sie wollen. Ich meine, vor einem Technikfehler sind auch deutsche Atomkraftwerke nicht sicher! So steht bei Schweinfurt der Reaktor Grafenrhainfeld (Grafenrheinfeld?), der eben das Atomkraftwerk ist, das in Die Wolke hochgeht. Leute, Pausewang hat da gut recherchiert, das würde wirklich auch uns betreffen. Dieses Szenario ist zugegeben unwahrscheinlicher als das Merkers Szenario, aber weitaus bekannter und Schlitz, wo die Wolke spielt, ist nun mal keine 30-50 Kilometer von uns entfernt, sondern 15 Kilometer, über offizielle Straßen, bedenkt man die Luftlinie quasi nebenan.

Wobei ich ein klares Problem darin sehe, was passiert wenn man die Windkraftanlagen abbaut, die werden leider nicht sonderlich umweltfreundlich gebaut und kommen daher wahrscheinlich in eine Verbrennungsanlage und die sind definitiv schlecht für die Umwelt. Das ist aber sicherlich eher ein wirtschaftliches Problem, es ist nun mal billiger das Material zu nehmen, das billig ist, verglichen mit dem, das eben gerade die wenigsten Produktionskosten verbunden mit der relativ längsten „Haltbarkeit“ hat.

Des Weiteren bin ich kein Mensch der sagt, wir müssen Atomkraftwerke abschalten, so schnell wie möglich, oder doch das sage ich, aber erst wenn wir Alternativen ausgebaut haben, denn wir sind alle viel zu abhängig von der Technik, als das wir eben mit dem was wir an Strom von alternativen Energiequellen generieren können, auskommen würden. Dennoch ein Schritt in die Richtung weg von der Atomkraft ist wohl der Ausbau von alternativen Energien.

Sicherlich sollte dazu aber auch die Forschung nicht stillstehen und vielleicht auch die ein oder andere neue Idee hervorbringen Strom zu gewinnen auf umweltfreundliche Art und Weise.

 

Wobei

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉