Nie mehr CDU

Ein Hashtag zieht durchs Land und die nicht Twitter-Nutzer lesen ihn nicht, hören nichts davon.

Ich fand den Hashtag anfangs ein wenig unangebracht, aber einige Dinge lassen mich Umdenken.

Erstens, ich schrieb Mails an Abgeordnete, die sich damit beschäftigten warum der Artikel13 schlecht ist und bekam Antworten aber nicht von der CDU.

Zweitens Herr Voss wirft den Demonstranten vor die Texte nicht gelesen zu haben und macht selbst viel mehr Aussagen die darauf schließen lassen, dass der Text nicht gelesen oder nicht verstanden wurde. Vielleicht auch nicht verstanden weil er mit der Technik nicht vertraut ist, aber das heißt dennoch nicht verstanden.

Drittens, es wird vorgeworfen man habe keine Gegevorschläge zu Filtern gemacht, das entspricht aber nicht der Wahrheit. Julia Reda und  Timo Woelken allein hatten viele. Die Piratenpartei verweist via Twitter auf ihrr Sammlung an Vorschlägen zur Umsetzung.

Viertens, es wird vorgeworfen man wollte nicht diskutieren, aber in einem Interview mit Herr Newstime wird von Seiten von Herrn Voss nicht diskutiert sondern schön geredet, auch wenn berechtigte Kritik fällt. Herr Newstime Spricht Probleme an, die aus dem Artikel resultieren und ihm wird vorgeworfen ihn nicht gelesen zu haben. Herr Solmecke lädt Axel Voss zu einem Gespräch ein, das ha aber auch seitens Herr Voss nicht funktioniert. Die Kommunikation ist von der CDU nicht gewollt!

In der Debatte um den Artikel13 höre ich von der CDU es habe keine Kritik gegen das Content-ID- System gegeben, was Schwachsinn ist, aber man kann nicht gegen einen Konzern demonstrieren der nicht im eigenen Land sitzt, man kann eben Kritik üben. Das wurde gemacht und man hätte eben Hoffnung, dass dieser Filter geht, da die GroKo sich mal gegen Filter ausgesprochen hat.

Alles Dinge, die wie ich finde, zeigen: Diese Politiker sind nicht die Volksvertreter dir ich möchte und das möchte ich zum Ausdruck bringen.

Vertreten fühle ich mich gar nicht, ich bin enttäuscht und verärgert.

Der gesamte Text bezieht sich nur auf den Artikel 13 und wenn ich an den Artikel219a denke, dann fallen mir noch viel mehr Gründe ein, was die Union zu Vertretern macht, die diesen Hashtag auslösen.

Artikel 11 und 13, vielleicht hilft das hier

Ich habe den Eindruck und der hat sich bestätigt als ich mit meinen Kollegen und Großeltern gesprochen habe, dass die Generation ca. 40 plus nichts von den Artikeln 11 und  13 mitbekommen haben.

Wie auch?

Die faz berichtet wenig differenziert und nicht auf der Seite der Jugendlichen über den Artikel, die Süddeutsche Zeitung berichtet nur knapp, auf Deutschlandfunk habe ich kurz gehört, da haben Menschen demonstriert und es gibt da ne Urheberrechtsreform. Keiner klärt aber auf und sagt warum man den Artikel schlecht findet und das die geplante EU- Richtlinie nicht nur Vorteile hat. Wir haben fast fünf Millionen Unterschriften gesammelt.

Jugendliche werden als instrumentalisiert bezeichnet und man spricht ihnen wirkliches politisches Interesse ab, auch im Hinblick auf FridaysforFuture, dabei ist es egal ob diese Aussage widerrufen wurde, sie ist ausgesprochen worden!

Um bei der Aufklärung der „älteren Generation“ zu helfen, habe ich einen Text geschrieben. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn verbreiten, wenn nicht umschreiben. Ich lade ihn hier einmal als libreoffice- Datei hoch, die kann man bei Word auch bearbeiten, die Formatierung ist dann nur ein bisschen verzogen und ich lade eine pdf- Datei hoch.

Zu Artikel 13 libreoffice

Artikel 13 pdf

Ihr könnt den Text bei Interesse teilen und Drucken, um ihn auch Mama, Papa, Oma und Opa zu zeigen.

Verbesserungen gerne auf atlizzywithlove@web.de

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Weil das Internet frei bleiben sollte

Artikel 13 und Artikel 11 scheinen in den Trilogverhandlungen wieder Freunde zu finden, im EU-Parlament und die neue Version nimmt Open-Source und kleine Unternehmen von dem neuen Urheberrecht nicht mehr aus. 

Ein Unternehmen darf jetzt nicht über ein bestimmtes Einkommen, eine bestimmte Benutzeranzahl und ein Alter von drei Jahren kommen. Trifft einer der drei Punkte nicht zu, muss ein Upload Filter eingerichtet werden. Wird dieser Filter nicht eingerichtet ist das Unternehmen haftbar.

Upload Filter sind aber noch immer nicht ausgereift, viele kleine Unternehmen können sie sich nicht leisten und die Filter filtern auch Inhalte heraus, die eigentlich nicht gegen das Urheberrecht Verstößen, wie Rezension und Satire. 

Man ist also in seiner Meinung zu zum Beispiel Büchern und Filmen eingeschränkt, denn um den Filter zu entgehen müsste man Personal aufstocken, stellt man nämlich Antrag darauf, das ein Inhalt trotz angeblichen Urheberrechtverstoß online geht, müsste der Upload von Personen geprüft und bewertet werden. Allerdings würde das bei großen Unternehmen sehr viele Menschen fordern, die über so etwas entscheiden, das wiederum ist nicht wirtschaftlich, wird also wahrscheinlich nur für Nutzer, die einen Wert für die Plattform darstellen durchgeführt werden.

Wen betrifft der Artikel? Irgendwelche YouTube Stars? Ja! Uns? Ja!

Alles was irgendwie öffentlich ist muss geprüft werden, also auch jeder Facebook -Post, denn du kannst auch ein auf privat Gestelltes Profil irgendwann öffentlich machen. Aus die Maus, zu posten welchen Film man zu Hause guckt. Weiß der Filter, dass das im Hintergrund nur ein Poster von den Avengers ist? Oder darfst du dein Foto auf Instagram deshalb nicht hochladen? 

Artikel 11 sieht eine Ljbksteuer für Verlage vor. Die Plattform soll also zahlen, wenn du etwas verlinkt, wie leitest du jetzt interessante Artikel weiter, wie finanziert sich die Zeitung, ohne Klicks, die Werbeeinnahmen gebracht haben? Gehts sie pleite? Wird sie kostenpflichtig? 

Fragen über Fragen

Können wir den nich was machen, wenn jetzt verhandelt wird?

Eine Antwort:Ja! 

Die Abstimmung wird wahrscheinlich Im März oder April sein, also nicht morgen. Wir können die Petition nutzen, suche sie mit dem Begriff save your Internet. Wir können unserem EU Abgeordneten schreiben, warum wir die Artikel für unüberlegt halten und vielleicht schaffen wir es wie bei TTIP auf die Straße zu gehen.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen;)

Naiv sein oder Hetzen, das ist hier die Frage

Meine letzten beiden Einträge zu Artikel 11 und Artikel 13 gleichen, wenn ich ehrlich bin vielleicht eher der zweiten Variante, aber ich finde es ein wenig utopisch zu sagen, dieses Gesetz hat keine Folgen.

Warum?

In einem Video von MrWissen2go wird „sachlich“ über das neue EU- Gesetz zum Urheberrecht aufgeklärt worden. Hier wird darauf hingewiesen, dass die YouTube- Chefin in ihrem Beitrag nie explizit sagte, dass YouTube kleine Kanäle schließen würde und das auch, dass dies nicht sinnvoll wäre, wegen der Einnahmen. Okay sie sagte viele große Unternehmen würden dann Kanäle in Europa einfach schließen, ja sie hat den Konjunktiv verwendet, aber in dem Kontext in dem sie diesen verwendet hat, kann man ihn dennoch als Aussage auslegen.

Ich persönlich halte es auch für unwahrscheinlich das Kanäle wie LeFloid, Julian Bam und Co, die auch Werbeeinnahmen für YouTube bedeuten gesperrt werden. Auch halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass die geprüften funk-Mediengruppe untergeht, da diese ja zu ARD und ZDF gehören und somit staatlich gefördert sind.
Allerdings befürchte ich das kleine kreative und startende Künstler gesperrt werden, da man durch sie ohnehin keine Einnahmen hätte. Ähnlich sehe ich es im Bezug auf Videos, die zum Lernen von Sprachen oder dem Verbessern der Mathekenntnisse, zu Nachhilfe im Netz stehen. Die Wirtschaft würde das vermitteln von Wissen beenden und die Kreativität eindämmen, weil sie für sich keinen anderen Weg sehen.
Weiter geht er darauf ein, dass die neue Datenschutzverordnung auch nicht so schlimm war, wie alle es befürchtet haben. Punkt A, diese Verordnung hat sich niemals ganz so drastisch angehört, Punkt B, hinter den Kulissen.
Zum einen durften Ärzte deine Krankenakte ohne dein Einverständnis weitergeben, also an Krankenhäuser, Fachärzte etc. das ist nun nur noch eingeschränkt möglich. Selbst dem Speichern einiger Daten über dich, die medizinisch Relevant sind musst du zustimmen, diese Verwendung deiner Daten hat allein den Sinn dich gut zu versorgen und Krankheiten diagnostizieren zu können und wurde eingeschränkt, ist das wirklich sinnvoll?
Einige medizinische Studien dürfen nicht mehr ohne das Einholen einer Erlaubnis der Teilnehmer zur Rate gezogen werden, die sich mit der Teilnahme an der Studie ja bereit erklärt haben für die Wissenschaft an dieser Studie teil zu nehmen. Woher ich das weiß? Einige meiner Freunde, Verwandten und Bekannten arbeiten an wissenschaftlichen Instituten im „medizinischen Bereich“.
Das Datenschutzgesetz hat also das wissenschaftliche  Arbeiten in Deutschland erschwert, das merken wir aber nicht, weil diese vom Statt geförderten Institute sich wenig darüber beklagen. Ihre Arbeit war und ist für die Öffentlichkeit, die Verwendeten Daten stets anonym.

Ähnliche Befürchtungen habe ich bei Artikel 11. Durch das Auswerten von Artikeln, vorzugsweise in Anerkannten Medien, aber auch in Kommentaren und Blogs, hier kommt es auf das Ziel der Studie an und den in diesen Artikeln verwendeten Worten, kann die Linguistik, vereinfacht gesagt, Meinungen und Ansichten der Gesellschaft auswerten. Diese Ergebnisse werden dann wiederum in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens genutzt und oftmals auch als neue Erkenntnis zur unserer Einstellung zu was weiß ich in Deutschland bekannt gegeben. Bisher war das Lesen der Artikel kostenlos und sie wurden in einer Art extra linguistischen Suchmaschine gesammelt, einige dieser Suchmaschinen haben sicher bereits Lizenzverträge mit den Verlagen, andere sind einfach Suchmaschinen. In diesen werden im weitesten Sinne auch Snippets (sorry ich habe immer noch keine Ahnung wie man das schreibt!) dargestellt, man sieht kein Bild, da dieses auch wenig von Belang ist, man sieht aber den Textabschnitt, der die gesuchten Worte enthält. Das ist notwendig und wäre nicht mehr möglich, wenn man weder den vollen Titel, noch Ausschnitte des Inhalts zeigen darf. Von der Regelung sind zwar OpenSource- Anbieter und kleine Unternehmen ausgenommen, ich habe aber nichts von Universitäten und Forschungszentren gelesen. Ob sich eine Universität nun eine Linksteuer leisten kann, insbesondere ohne Studiengebühren, die gibt es nämlich in vielen Bundesländern nicht mehr (Gott sei Dank), ist fraglich. Die Frage ist, ob es hier noch eine Ausnahme geben wird, ob man hier besondere Lizenzen vorgesehen hat, ob es dazu führt das Studieren wieder unangemessen teuer wird und somit weniger Menschen möglich oder ob daran einfach niemand gedacht hat.

Bleiben wir im Bildungssektor und sehen wir und das Schreiben von Hausarbeiten an, egal ob in der Uni oder in der Oberstufe. Es gibt immer Artikel in Zeitungen aus etablierten Medien, die man aufgrund des Themas, des Interviewten oder aus anderen Gründen einbringen kann, an der Uni darf man darauf aber keine Grundlagen aufbauen oder nur in besonderen Fällen. Durch die Linksteuer, die diese Medien dann verlangen dürfen, werden diese Medien weniger verlinkt, man muss in ihren Suchmaschinen nach passenden Artikeln suchen. Funfact: diese Suchmaschinen sind oft nicht ganz so gut oder auf Google outgesourt oder es gibt sie erst gar nicht. Viel Spaß beim durch mehrere Jahre Archiv suchen!
Weiterhin besteht der Verdacht, dass die Verlage, wohl durch den Mangel an Werbung, da sie weniger verlinkt werden, die Artikel nur noch kostenpflichtig zur Verfügung stellen, das wäre für Schüler und Studenten zu teuer!

Sicher, ich verstehe, dass derjenige Geld bekommen soll, dem die Idee gehört, im Hinblick auf Zeitungen wird aber oft nur zitiert und die angesprochenen Snippets (sag mir mal einer wie man das schreibt) sind eher als Werbung zu betrachten, die dem Verlag nützt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum sie als Verletzung des Urheberrechts gesehen werden, es handelt sich doch um Ausschnitte und nicht um den gesamten Text. Vielleicht ist es in manchen Fällen zu viel ein Bild mit zu posten, aber den Text gänzlich nicht an zu zeigen, das verstehe ich nicht!
Es wird im Moment weiter über das Gesetz und seine Auslegung diskutiert und das Verlagssterben, sowie die aus dem Video von MrWissen2go entnommene, Verbreitung von Fakenews, wegen dem Mangel an qualitativ hochwertigen Links zu guten Zeitungen, da diese Geld wollten, haben bereits erste Änderungen im Gesetzesentwurf zum Vorschein gebracht. Ich denke hier ist auch die Arbeit von Julia Reda zu erwähnen, die im EU- Parlament sitzt und auch Mitglied der Piratenpartei ist, diese stehen als einzige Partei dem neuen EU-Gesetz kritischer gegenüber.
Sollte wegen kleiner Erfolge, die das Ziel noch nicht gebracht haben und dem vermutlichen denken über Änderungen jetzt also Schluss mit Protest gemacht werden?

Nein!

Ich kann nicht verstehen warum man sagen sollte, ich habe die Hälfte meiner Ziele erreicht und bin unzufrieden, ich höre jetzt auf.
Sagt man ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, ja dann kann man aufhören, aber das bin ich/ sind wir ja nicht!
Also können wir gern dazu aufrufen das Gesetz weiter zu verändern, das geht auch über das Zeigen von Protest! Und dem Fordern, dass der Artikel nicht durchkommt! Also dem Unterschreiben von Petitionen und ich sage bewusste Petitionen. Warum? Es hat sich gezeigt, dass das Vorlegen von mehr erfolgreichen Petitionen zu mehr Erfolgen führt, als das Vorlegen einer einzigen.

Es mag naiv sein zu glauben eine Petition würde immer etwas ändern, es ist aber auch naiv zu glauben, wenn keiner was sagt, dann wissen die Politiker von ganz allein, dass noch mehr an diesem Gesetz getan werden muss, nur weil der Feinschliff noch fehlt! Nein man darf sicher nicht außer Acht lassen, dass das Gesetz bereits entschärft wurde, man darf aber auch nicht vergessen, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und wenn alle still sind, dann kann das auch heißen alle stimmen zu. Wenn dich etwas stört, dann kannst du das zum Ausdruck bringen, du musst sicher auch anerkennen, das es vor der Änderung noch schlimmer war, aber nicht hinnehmen, dass es sich noch nicht genug geändert hat.
Meiner Meinung nach geht es darum zu erkennen das wir ernst genommen werden, das Interesse an einem Wandel aber nicht zu verlieren.

https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter

https://www.change.org/p/european-parliament-stop-the-censorship-machinery-save-the-internet

https://weact.campact.de/petitions/das-ende-des-freien-internets-1

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉