Verliebt in eine Stadt?

Definitiv! 

Sankt Petersburg ist wunderschön und ich kann nich, denke ich an diese Stadt Pushkin nur anschließen:

Люблю тебя, Петра творенье,

Люблю твой строгий, стройный вид,

Невы державное теченье,

Береговой ее гранит,

Твоих оград узор чугунный,

Твоих задумчивых ночей

Прозрачный сумрак, блеск безлунный,

Когда я в комнате моей

Пишу, читаю без лампады,

И ясны спящие громады

Пустынных улиц, и светла

Адмиралтейская игла,

И, не пуская тьму ночную

На золотые небеса,

Одна заря сменить другую

Спешит, дав ночи полчаса. 

( aus der eherene Reiter von Aleksandr Sergeevic Pushkin)

Ja, auch wenn Petersburg auf den Leichen der Erbauer steht, die Peter der Große bereitwillig gab, um sein Fenster zu Europa, sein Venedig des Nordens, das eigentlich Amsterdam nachempfunden ist, auf fast unvebaubaren Sumpf zu bauen, ist und bleibt die Stadt fantastisch, künstlerisch, geschichtsträchtig. 

Ein Besuch der Ermitage ist immer zu empfehlen, doch sind auch Orte wie das Loft.Etazhi, das ein von Künstlern bewohntes Haus ist, in dem es über mehrere Etagen Mode und Kunst zu sehen und Kaufen gibt und ein Dachcafé weit oben, mit einem guten Blick über die Stadt hat, sehenswert.

Ein paar Pyshki sollte man schon Essen und die Isaakskathedrale hinauf steigen. Einmal eine Nevarundfahrt unter den Brücken mit machen und einfach am Abend den Straßen Musikern in einem Park lauschen.

Durch einen Park Streifen, zum Beispiel den der Universität, der SPBGU und auch einmal von der Innenstadt Weg, auf einen Flohmarkt nach Ufelnaja und auch einmal weg von der Innenstadt, hin in eine Ecke, die nicht mit der Metro, sondern nur mit dem Bus zu erreichen ist, aber Russland wirklich zeigt. Auf jeden Fall auf einen Markt.

Einfach nur die Neva entlang spazieren und dem Fluss zu sehen, sich auf eine Brücke über der Moika setzen. 

Nicht weit vom Marinskiy Theater in einem Park Skulpturen betrachten.

Über den Sennaja Ploshad gehen und den Duft des Schaschlik einatmen.

Die Gegend rund um Dostojevskijs Haus begutachten und mit den Frauen, die Blumen an der Straße verkaufen reden, ihnen eine ablaufen und danken.

Sankt Petersburg, ich freue mich dieses Jahr zurück zu kehren.

Keine Solidarität mit Russland?

Egal wo ein Anschlag verübt wird, wir trauern, das Brandenburger Tor leuchtet in den Farben des Landes, Tage lang berichten wir darüber, in Facebook und WhatsApp zünden wir virtuelle Kerzen an, nicht aber für Sankt Petersburg, so scheint es. Abgesehen von meinen Russlanddeutschen Freunden, oder eben jenen aus Russland sehe ich wenig Anteilnahme. Egal wie klein das Land ist, egal wie oft ein Anschlag dort passiert, wir trauern mit ihnen, doch nicht mit dem Osten, ja klar. Versteht mich nicht falsch, ich habe noch nie eine virtuelle Kerze angezündet, weil ich es stets albern fand, finde aber diese fehlende, sonst gespielte Anteilnahme ein wenig traurig.

Russland ist kein so schlimmes Land wie viele in Deutschland allem Anschein nach und dem was mir als Kind vermittelt wurde denken. Außerdem ist auch, wenn es in Moskau die letzten Jahre immer mal einen Anschlag gab, die Stadt der Kultur, Sankt Petersburg meist verschont geblieben. 

Jedenfalls traurig, das wir für so viele Einwohner in Ländern, denen wir politisch eventuell auch nicht trauen, trauern, nicht aber für Spb.

Желаю всём людом в Петербурге всего хорошего, а что чего как этого в метро никогда будет ещё раз.извините, что я плохо по русски говорю/пишу.

( ich wünsche alle Leuten in Sankt Petersburg alles Gute und das soetwas wie in der Metro nie wieder passieren wird. Entschuldigt, dass ich schlecht Russia h Rede/schreibe)

Irgendwie ist es eben doch ein Standartbild, das wir von Russland haben, ich meine um Gottes Willen, ich gehe nicht mit allem was Putin tut überein, aber das habe ich auch bei Bush nicht getan und werde es bei Trump auf gar keinen Fall, so wie viele hier, was die Medien ebenfalls vermitteln, doch ist die Sympathie für unsere amerikanischen Freunde größer, seltsam, nicht? 

Man muss nicht das Brandenburger Tor anstrahlen, aber die allgemeine Gleichgültigkeit fällt schon ein wenig ins Auge.

Im übrigen finde ich zu diesem Anschlag zwei Tage später nicht wie sonst alles bei NTV, ich muss schon bei kleineren Nachrichtendiensten nach sehen, was man zur Meinungsbildung durchaus oft tun sollte, aber zur allgemeinen Infosuche meist unnötig ist.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Anticafés

​Ein #Anticafé ist ein Café in Russland, in dem man nicht für die Anzahl an Getränken, sondern die Zeit, die man vor Ort war zahlt. Allerdings kommt man nicht über ein Maximum von umgerechnet ca. 10€. 

Man kann in der Zeit, die man da ist trinken und naschen so viel man will. 
Das Anticafés ist meist gemütlich eingerichtet, wie ein Wohnzimmer, man kann reden, spielen, lesen oder Musik machen.

Man soll hier die Zeit vergessen, was heute, wo alles so hektisch ist eine wunderbare Idee zu sein scheint.

Diese Cafés wünsche ich mir auch in Deutschland zum lernen und entspannen, um einfach da zu sein.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

TTIP Demo am 17. September

In Frankfurt am Main, Leipzig, München und weiteren deutschen Städten wird am 17. September eine Demo gegen CETA und TTIP stattfinden.

Die Sache ist mir so ein bisschen wichtig, wie man vielleicht an dem ein oder anderen Eintrag sehen kann. Ich bin eben stark dafür Lebensmittel zu kennzeichnen, gerade für Allergiker ist das wichtig. Außerdem, auch wenn ich unfassbar auf amerikanischen Sprühkäse stehe, ich finde es ziemlich beunruhigend, das amerikanische Anbieter ihre Lebensmittel in unsere Märkte klagen können.
Es bedeutet eine Änderung im Bankensystem, das dann noch mehr gegen uns geht und es war sogar das Gerede davon unser Versicherungssystem zu ändern, den Versicherungen, auch den Krankenversicherungen mehr Spielraum zum Abweisen von Kunden zu geben.

All diese Aspekte sind in den TTIP Unterlagen, unklar oder eben noch zu klären und auch wenn Frau Merkel und versichert, das wir keine Standarts einbüßen, kann ich das nicht glauben, weil die Wirtschaft mehr für das amerikanische und seine Interessen steht, es ist eben einfacher. Und ja eigentlich zieht die Fähden doch die Wirtschaft, oder sieht das jemand anders?

TTIP und CETA wären gar nicht so schlecht wenn man eben Zölle aufheben würde und nicht so viele andere Nebenaspekte eine Rolle spielen würden. Muss man den gleich ein Bündniss schaffen, das so tief in der Wirtschaft greift?
Es ist doch so, dass auch die EU mal anfing mit zollfreien Grenzen, kann man dann ein Bündniss zwischen zwei so verschiedenen und so weit auseinander liegenden Ländern nicht auch so beginnen? Sinnvoller fände ich es jedenfalls.

Um eine Alternative dar zu stellen, scheint Putin ja ein Bündnis mit asiatischen Ländern zu planen, zu dem er auch die EU aufrief. Ob das wirtschaftlich für uns mehr Sinn macht, das ist die große Frage! Weiterhin, ist es fraglich ob man eben eher mit Russland zusammen arbeiten sollte, wohl ich ja finde man sollte Putin nicht kritischer betrachten, als die USA, denn auch wenn ich immer noch meine Obama ist nicht ganz so schlimm und untätig wie viele meinen ( er hat nun einmal ein Parlament hinter sich, das gegen ihn steht), meine ich auch, das man die USA hier auch viel kritischer sehen sollte. Unser Kurs geht schon ein bisschen zu stark gegen Russlaund und das scheint schon verwurzelt zu sein, nicht unbedingt begründet. Ich für meinen Teil, würde als Land zu Leben Russland, den USA vor ziehen, generell will ich mich da aber nicht fest legen.
Erschwerend hinzu kommt die Frage wollen wir ein Bündnis mit einem Land, das tiefer in die Wirtschaft eingreift, als es nur Zölle tun? Dann wenn in dem Land, mit dem wir dieses Bündnis eingehen bald vielleicht, ich meine ich will es nicht hoffen, aber es ist nicht unmöglich, ein Mann mit Namen Trump  der Macht ist? Ich jedenfalls nicht!
Dann schau ich lieber Gen Osten, die lassen Unternehmen auch nicht ohne alles frei zu geben ins Land, sicher werden die kein ganz so freies Abkommen wollen.

Oder vielleicht gar kein neues Handelsbündnis ist nun alles aber absolut nicht revolutionär, aber vielleicht auch mal konservativ denken, früher war nicht alles schlecht.
Naja fest steht nicht so!

Vielleicht sieht man sich ja in FFM oder so.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Kenne den Feind

Denke ich mir stets wenn ich zu BWL gehe und dabei eher linke Musik höre und in den Texten Banken und Großunternehmen runter gezogen werden.

Dann frage ich mich kurz warum ich BWL studiere, ach ja kenne den Feind und da war deine Mainstream Zeit in der du in ein großes Unternehmen in die internationale Abteilung wolltest. Immer noch im Kopf mit dem großen Ziel im Hinterkopf Literatur historisch zu analysieren, mal Kinderbücher zu übersetzen und Russland einmal positiv in die Medien zu heben. Träume? Ziele? Irgendetwas dazwischen !

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Russland

Eine russlanddeutsche Freundin hat mich in der sechsten Klasse einmal gefragt, warum die Deutschen immer so schlecht von den Russen sprechen. Damals verstand ich nicht was sie meint, heute sieht das anders aus, gänzlich.

Es war ein Alter, in dem ich schwer von den Medien und dem was sie uns versuchen zu vermitteln beeinflusst war. Spätestens als ich mein Studium begann änderte sich meine Einstellung. Ich bin nicht begeistert, von eben dem Militär und der Stellung, des Militärs in Russland, doch in den USA sieht dies nicht anders aus. Ebenso habe ich klar etwas gegen die Anti- Schwulen- Politik von Putin, mich wundern aber all die Eigenarten von US- Amerikanern deutlich mehr, das fängt mit dem unglaublichen Glaube an die Wirtschaft an und geht weiter mit dem unfassbaren Glauben, den sie an den Tag legen, denkt man an religiösen Fanatismus, in Russland habe ich beobachtet,das man sehr wohl gläubig und auch abergläubig sein kann und dennoch den Fortschritt und die Wissenschaft bejahen kann.

Hinzu kommt, das in den westlichen Medien ein jedes Handeln, das nicht dem der USA entspricht als schlecht darsgestelt wird, was absoluter Schwachsinn ist, die USA sind ganz ganz sicher nicht das Non- Plus- Ultra, genauso  wenig wie Russland, Deutschland oder überhaupt ein Land.

Mir wurde gesagt als ich klein war, in Russland gäbe es nur Reiche und Arme, es gäbe keine Mittelschicht. Schwachsinn, natürlich gibt es eine Mittelschicht, wer hat sich das ausgedacht? Dabei möchte ich noch anmerken, es gibt sogar eine Krankenversicherung für jeden in Russland, nicht wie in den USA, ohne Geld geht gar nichts, geht es um die Gesundheit.

An sich ist Russland ein bemerkenswertes und vielfältiges Land, in dem es nicht immer kalt ist. In dem die Leute nicht unfreundlich sind, sondern slavisch zurückhaltend auf der Straße, aber die besten Gastgeber. Ein Land in dem Zusammenhalt wichtig ist, in dem man hart arbeitet, aber durchaus auch weiß wie man Spaß hat, in dem die Menschen diszipliniert sind, aber auch super feiern können.
Die USA habe ich als oberflächlicher kennen gelernt. Außerdem wenig offen für andere Kulturen, sie beschweren sich in Deutschland immer darüber das hier dieses und jenes anders ist, die Russen versuchen sich zu arrangieren.

Dabei will ich die USA nicht als verlierer hinstellen, nur zeigen, das Russland nicht so schlimm ist wie alle glauben und sehen wir den KrimKrieg, ist es schlimmer sich für Menschen zu entscheiden, die das Land selbst als das ihre gewählt haben, oder in Länder ein zu fallen, denen es vorher gut ging um von eigenen Missständen ab zu lenken?

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

höfflich ist anstrengend?

Es ist schon unheimlich interessant was sich Frau so von Mann wünscht, so wurde mir in meinem Auslandssemester bewusst, was Frau will ist auch irgendwie kulturabhängig.

Auf keinen Fall möchte ich hier alle Frauen einer Kultur über einen Kamm scheren, aber in Russland möchte man einen zuvorkommenden Mann. Der Mann soll meist nicht nur bezahlen, er muss es. Es ist unverständlich, wenn er ihr nicht die Einkäufe trägt. Der Mann öffnet ihr dir Tür und schon Jungs achten darauf, dass das Mädchen in ihrer Nähe einen Sitzplatz in der Metro bekommt, auf den er gern verzichtet.
Zu jedem Date gibt es eine Kleinigkeit, Schokolade, eine Blume, ganz wichtig, kleine Geschenke.

Ich weiß, ich weiß man denkt sich eigentlich, daran ist doch nichts besonderes, aber doch!

Warum?

Es wir hier knallhart durch gezogen! Während man in Deutschland als junge Frau umzieht und mit einer Freundin das Sofa, den Tisch und den Sessel in den dritten Stock tragen und die jungen Männer des selben Gebäudes einfach an ihnen vorbei rennen, sich auch noch beschweren, sie würden den Weg versperren, wird man in Russland nähert man sich einem Gebäude sofort gefragt, kann ich dir die Tasche tragen? Oder die Tüten?
–> Auch auf dem Weg zum Flughafen, man denkt so nein mein Gepäck, aber meistens meinen die Männer es nur gut! 😉

Auch bekommt man in Russland zum Weltfrauentag (am 8.März), der in Russland wirklich gefeiert wird, von Männern auf der Straße zum Feiertag, kennt man den Mann oder nicht, Blumen geschenkt.

Man ist eben ein bisschen mehr Gentleman, das wird anderseits aber wie gesagt auch verlangt.

Selbst finde ich es manchmal anstrengend, denn ich mache manche Dinge einfach gerne selbst. Ich bin eine junge Frau, die ihre Einkäufe ganz allein in die Wohnung tragen kann und keine Hilfe möchte, auch nicht wenn man sie 10 mal fragt. Ich mag es nicht wenn man für mich zahlt, besonders nicht wenn man nur unter Freunden weg geht ( außer ich darf den guten Freund auch einmal einladen).

Das soll nicht heißen, ich lasse mir nie einen ausgeben, aber wenn ich öfter mit jemanden unterwegs bin, der ein guter Kumpel ist, finde ich sollte die Rechnung nicht auf ihn gehen, weil ich ein Mädchen bin, warum denn das? Ich habe doch auch Geld!

Warum ich so bin? Ich weiß es nicht! Aber ich lasse mir  ungern bei Dingen helfen, noch weniger mag  ich es mir helfen zu lassen, wenn Mann es tut weil ich eine Frau bin, kann sein das es so ist, weil auch wenn ich mich mit Mädels verstehe und herrlich über Mädelskram reden kann, ich so manch einen Freund habe der sagt: „Alicia, manchmal bist du mehr wie ein Kerl!“ (aber eben nur manchmal)

In diesem Sinne Schönen Gruß, Auf Wiedersehen