Artikel 11 und 13, vielleicht hilft das hier

Ich habe den Eindruck und der hat sich bestätigt als ich mit meinen Kollegen und Großeltern gesprochen habe, dass die Generation ca. 40 plus nichts von den Artikeln 11 und  13 mitbekommen haben.

Wie auch?

Die faz berichtet wenig differenziert und nicht auf der Seite der Jugendlichen über den Artikel, die Süddeutsche Zeitung berichtet nur knapp, auf Deutschlandfunk habe ich kurz gehört, da haben Menschen demonstriert und es gibt da ne Urheberrechtsreform. Keiner klärt aber auf und sagt warum man den Artikel schlecht findet und das die geplante EU- Richtlinie nicht nur Vorteile hat. Wir haben fast fünf Millionen Unterschriften gesammelt.

Jugendliche werden als instrumentalisiert bezeichnet und man spricht ihnen wirkliches politisches Interesse ab, auch im Hinblick auf FridaysforFuture, dabei ist es egal ob diese Aussage widerrufen wurde, sie ist ausgesprochen worden!

Um bei der Aufklärung der „älteren Generation“ zu helfen, habe ich einen Text geschrieben. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn verbreiten, wenn nicht umschreiben. Ich lade ihn hier einmal als libreoffice- Datei hoch, die kann man bei Word auch bearbeiten, die Formatierung ist dann nur ein bisschen verzogen und ich lade eine pdf- Datei hoch.

Zu Artikel 13 libreoffice

Artikel 13 pdf

Ihr könnt den Text bei Interesse teilen und Drucken, um ihn auch Mama, Papa, Oma und Opa zu zeigen.

Verbesserungen gerne auf atlizzywithlove@web.de

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Naiv sein oder Hetzen, das ist hier die Frage

Meine letzten beiden Einträge zu Artikel 11 und Artikel 13 gleichen, wenn ich ehrlich bin vielleicht eher der zweiten Variante, aber ich finde es ein wenig utopisch zu sagen, dieses Gesetz hat keine Folgen.

Warum?

In einem Video von MrWissen2go wird „sachlich“ über das neue EU- Gesetz zum Urheberrecht aufgeklärt worden. Hier wird darauf hingewiesen, dass die YouTube- Chefin in ihrem Beitrag nie explizit sagte, dass YouTube kleine Kanäle schließen würde und das auch, dass dies nicht sinnvoll wäre, wegen der Einnahmen. Okay sie sagte viele große Unternehmen würden dann Kanäle in Europa einfach schließen, ja sie hat den Konjunktiv verwendet, aber in dem Kontext in dem sie diesen verwendet hat, kann man ihn dennoch als Aussage auslegen.

Ich persönlich halte es auch für unwahrscheinlich das Kanäle wie LeFloid, Julian Bam und Co, die auch Werbeeinnahmen für YouTube bedeuten gesperrt werden. Auch halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass die geprüften funk-Mediengruppe untergeht, da diese ja zu ARD und ZDF gehören und somit staatlich gefördert sind.
Allerdings befürchte ich das kleine kreative und startende Künstler gesperrt werden, da man durch sie ohnehin keine Einnahmen hätte. Ähnlich sehe ich es im Bezug auf Videos, die zum Lernen von Sprachen oder dem Verbessern der Mathekenntnisse, zu Nachhilfe im Netz stehen. Die Wirtschaft würde das vermitteln von Wissen beenden und die Kreativität eindämmen, weil sie für sich keinen anderen Weg sehen.
Weiter geht er darauf ein, dass die neue Datenschutzverordnung auch nicht so schlimm war, wie alle es befürchtet haben. Punkt A, diese Verordnung hat sich niemals ganz so drastisch angehört, Punkt B, hinter den Kulissen.
Zum einen durften Ärzte deine Krankenakte ohne dein Einverständnis weitergeben, also an Krankenhäuser, Fachärzte etc. das ist nun nur noch eingeschränkt möglich. Selbst dem Speichern einiger Daten über dich, die medizinisch Relevant sind musst du zustimmen, diese Verwendung deiner Daten hat allein den Sinn dich gut zu versorgen und Krankheiten diagnostizieren zu können und wurde eingeschränkt, ist das wirklich sinnvoll?
Einige medizinische Studien dürfen nicht mehr ohne das Einholen einer Erlaubnis der Teilnehmer zur Rate gezogen werden, die sich mit der Teilnahme an der Studie ja bereit erklärt haben für die Wissenschaft an dieser Studie teil zu nehmen. Woher ich das weiß? Einige meiner Freunde, Verwandten und Bekannten arbeiten an wissenschaftlichen Instituten im „medizinischen Bereich“.
Das Datenschutzgesetz hat also das wissenschaftliche  Arbeiten in Deutschland erschwert, das merken wir aber nicht, weil diese vom Statt geförderten Institute sich wenig darüber beklagen. Ihre Arbeit war und ist für die Öffentlichkeit, die Verwendeten Daten stets anonym.

Ähnliche Befürchtungen habe ich bei Artikel 11. Durch das Auswerten von Artikeln, vorzugsweise in Anerkannten Medien, aber auch in Kommentaren und Blogs, hier kommt es auf das Ziel der Studie an und den in diesen Artikeln verwendeten Worten, kann die Linguistik, vereinfacht gesagt, Meinungen und Ansichten der Gesellschaft auswerten. Diese Ergebnisse werden dann wiederum in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens genutzt und oftmals auch als neue Erkenntnis zur unserer Einstellung zu was weiß ich in Deutschland bekannt gegeben. Bisher war das Lesen der Artikel kostenlos und sie wurden in einer Art extra linguistischen Suchmaschine gesammelt, einige dieser Suchmaschinen haben sicher bereits Lizenzverträge mit den Verlagen, andere sind einfach Suchmaschinen. In diesen werden im weitesten Sinne auch Snippets (sorry ich habe immer noch keine Ahnung wie man das schreibt!) dargestellt, man sieht kein Bild, da dieses auch wenig von Belang ist, man sieht aber den Textabschnitt, der die gesuchten Worte enthält. Das ist notwendig und wäre nicht mehr möglich, wenn man weder den vollen Titel, noch Ausschnitte des Inhalts zeigen darf. Von der Regelung sind zwar OpenSource- Anbieter und kleine Unternehmen ausgenommen, ich habe aber nichts von Universitäten und Forschungszentren gelesen. Ob sich eine Universität nun eine Linksteuer leisten kann, insbesondere ohne Studiengebühren, die gibt es nämlich in vielen Bundesländern nicht mehr (Gott sei Dank), ist fraglich. Die Frage ist, ob es hier noch eine Ausnahme geben wird, ob man hier besondere Lizenzen vorgesehen hat, ob es dazu führt das Studieren wieder unangemessen teuer wird und somit weniger Menschen möglich oder ob daran einfach niemand gedacht hat.

Bleiben wir im Bildungssektor und sehen wir und das Schreiben von Hausarbeiten an, egal ob in der Uni oder in der Oberstufe. Es gibt immer Artikel in Zeitungen aus etablierten Medien, die man aufgrund des Themas, des Interviewten oder aus anderen Gründen einbringen kann, an der Uni darf man darauf aber keine Grundlagen aufbauen oder nur in besonderen Fällen. Durch die Linksteuer, die diese Medien dann verlangen dürfen, werden diese Medien weniger verlinkt, man muss in ihren Suchmaschinen nach passenden Artikeln suchen. Funfact: diese Suchmaschinen sind oft nicht ganz so gut oder auf Google outgesourt oder es gibt sie erst gar nicht. Viel Spaß beim durch mehrere Jahre Archiv suchen!
Weiterhin besteht der Verdacht, dass die Verlage, wohl durch den Mangel an Werbung, da sie weniger verlinkt werden, die Artikel nur noch kostenpflichtig zur Verfügung stellen, das wäre für Schüler und Studenten zu teuer!

Sicher, ich verstehe, dass derjenige Geld bekommen soll, dem die Idee gehört, im Hinblick auf Zeitungen wird aber oft nur zitiert und die angesprochenen Snippets (sag mir mal einer wie man das schreibt) sind eher als Werbung zu betrachten, die dem Verlag nützt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum sie als Verletzung des Urheberrechts gesehen werden, es handelt sich doch um Ausschnitte und nicht um den gesamten Text. Vielleicht ist es in manchen Fällen zu viel ein Bild mit zu posten, aber den Text gänzlich nicht an zu zeigen, das verstehe ich nicht!
Es wird im Moment weiter über das Gesetz und seine Auslegung diskutiert und das Verlagssterben, sowie die aus dem Video von MrWissen2go entnommene, Verbreitung von Fakenews, wegen dem Mangel an qualitativ hochwertigen Links zu guten Zeitungen, da diese Geld wollten, haben bereits erste Änderungen im Gesetzesentwurf zum Vorschein gebracht. Ich denke hier ist auch die Arbeit von Julia Reda zu erwähnen, die im EU- Parlament sitzt und auch Mitglied der Piratenpartei ist, diese stehen als einzige Partei dem neuen EU-Gesetz kritischer gegenüber.
Sollte wegen kleiner Erfolge, die das Ziel noch nicht gebracht haben und dem vermutlichen denken über Änderungen jetzt also Schluss mit Protest gemacht werden?

Nein!

Ich kann nicht verstehen warum man sagen sollte, ich habe die Hälfte meiner Ziele erreicht und bin unzufrieden, ich höre jetzt auf.
Sagt man ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, ja dann kann man aufhören, aber das bin ich/ sind wir ja nicht!
Also können wir gern dazu aufrufen das Gesetz weiter zu verändern, das geht auch über das Zeigen von Protest! Und dem Fordern, dass der Artikel nicht durchkommt! Also dem Unterschreiben von Petitionen und ich sage bewusste Petitionen. Warum? Es hat sich gezeigt, dass das Vorlegen von mehr erfolgreichen Petitionen zu mehr Erfolgen führt, als das Vorlegen einer einzigen.

Es mag naiv sein zu glauben eine Petition würde immer etwas ändern, es ist aber auch naiv zu glauben, wenn keiner was sagt, dann wissen die Politiker von ganz allein, dass noch mehr an diesem Gesetz getan werden muss, nur weil der Feinschliff noch fehlt! Nein man darf sicher nicht außer Acht lassen, dass das Gesetz bereits entschärft wurde, man darf aber auch nicht vergessen, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und wenn alle still sind, dann kann das auch heißen alle stimmen zu. Wenn dich etwas stört, dann kannst du das zum Ausdruck bringen, du musst sicher auch anerkennen, das es vor der Änderung noch schlimmer war, aber nicht hinnehmen, dass es sich noch nicht genug geändert hat.
Meiner Meinung nach geht es darum zu erkennen das wir ernst genommen werden, das Interesse an einem Wandel aber nicht zu verlieren.

https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter

https://www.change.org/p/european-parliament-stop-the-censorship-machinery-save-the-internet

https://weact.campact.de/petitions/das-ende-des-freien-internets-1

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Ja, Nein, vielleicht, was sagen eigentlich die Pirate dazu?

https://www.piratenpartei.de/mission/wahl-undgrundsatzprogramme/wahlprogramm-btw2017/ Da es mir an Zeit mangelt alles nieder zu schreiben und da die Piraten eine ausführliche Zusammenfassung ihres Wahlprogramme haben, die alles beinhaltet, kurz und verständlich ist, hier der Link zum Wahlprogramm. Das Wahlprogramm kann man sich auch als Audiodatei anhören. Im allgemeinen bin ich ein Fan des positiven Umgangs mit dem Thema Flüchtlinge. […]

Wenn wir das klein reden, merkt niemand das mehr dahinter steckt

Ich habe doch schon einmal von meiner Politikvorlesung mit Gastvorträgen gesprochen, davon ab das ich mich bei Gelegenheit auch noch mal zu den Vorträgen von einem RTL-Mitarbeiter und einem Fraport- Mitarbeiter und ihrer Beziehung zur Politik und den Politikern äußern möchte, muss ich noch einmal auf den ersten Gast eingehen, den im Kanzleramt tätigen CDU- Menschen.
Eben als ich mich mal wieder mit den Piraten auseinander gesetzt habe, weil ich bei der Piratenpartei wesentlich schlechter als bei anderen durchblicke, das was ich verstehe aber positiv finde, habe ich mich zurück erinnert, dass dieser Mann meinte, die Piraten seien nur so groß gewesen, oder überhaupt ein Thema, weil keine andere Partei im Internet zu verfolgen sei, oder nicht via Social Media, dies habe sich aber mit Accounts von Politikern anderer Parteien gelegt.
Die Piraten ständen nur für das freie Internet und sonst nichts.
Naja wenn du das oft genug erzählst guter Mann, dann glauben das vielleicht die Leute. Der Punkt ist nun einmal, dass die Kommunikation im Internet und der Umgang mit unseren Daten, die wir Online so preis geben, die gesammelt werden, was der Privatsphäre nicht entspricht, einfach niemanden interessiert.
Man hat die Experten, die von ihm angepriesen wurden anscheinend nicht und auch wenn er sagt man setze sich mit den Themen jetzt auch in anderen Parteien auseinander, ich sehe davon nichts!
Ehrlich, der Bundestag wurde vor nicht all zu vielen Jahren gehackt, weil die Abgeordneten auf einen Link in einer Mail geklickt haben, Aufklärung im World Wide Web ist bei denen wohl trotz Benutzung nicht angekommen. Davon ab lese ich stets wenn es um weitere Eingriffe in unsere Freiheit im Internet geht, oder mehr Überwachung dessen was wir dort tuen stets von vielleicht zwei Parteien, die aufklären, der Linken und den Piraten, die anderen reden darüber, sonst gäbe es keine Gesetze, wollen aber nicht erklären um damit durch zu kommen, oder sie können es nicht, weil das was Experten ihnen erklären bei ihnen einfach nicht ankommt.
Hinzu kommt, alle werben bei Wahlen stets mit falschen Versprechungen, während die Piraten dazu aufrufen sich zu informieren und vergleichen. Sie wollen wieder Interesse an Politik schaffen, das ist mehr als pure Internetpräsenz und steht für die Demokratie, von der ich mich frage, nutzen wir sie denn noch?
Allgemein werden gerade Themen angesprochen, die um Urheberrecht gehen, aber auch Wohnraummangel, ein Einkommen für deutsche Bürger, monatlich, unabhängig von dem was man tut, so wie Finnland darüber nachdenkt. Sie mögen also doch recht linke politische Ansätze haben, aber ihren Schwerpunkt im Netz haben, aber sie sind nicht vollkommen gleich mit einer anderen Partei und leben nur für das Netz.
Soziales Engagement versucht man zu fördern als weiteres Beispiel. Ein einfacher Twittersccount also wird die CDU oder SPD nicht zu Piraten machen, schon gar nicht bedenkt man, dass das digitale Zeitalter begonnen hat, wir nur darüber hinwegsehen, weil wir es nicht wahrhaben wollen.

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉