Junge Frau

Das ist wohl die richtige Bezeichnung für mein Alter, denn Fräulein ist nicht mehr geläufig. Obwohl Fräulein auch nur impliziert, ich bin nicht verheiratet. Wie nennt man denn dann eine moderne, junge Frau, in festen Händen und einer monogamen heterosexuellen Beziehung, welche sich auch wie eine Frau fühlt und leicht bisexuell ist, für genauere Angaben müsste ich mir die Kinsey-Skala nocheinmal ansehen!?

Abgesehen von der politisch hier mehr oder weniger korrekten Sache mit dem Gendern und dem gefühlten Geschlecht, sowie der sexuellen Orientierung ist es im Alter zwischen 20 und 30 oft schwer sich aus zu drücken. 

Mit 19 wird man auch noch Mädchen genannt, mit 23 nur noch von denen, die der 30 Nähe sind und das nicht wahr haben wollen.

Man hat keinen Jungen mehr der einem gehört, aber Mann zu sagen klingt falsch, weil man immer nach Jungs und nie nach Männern geguckt hat. Das Problem ist dabei nicht, das ich mich alt fühle, sondern das es ungewohnt ist mich so aus zu drücken. 

Gott sei Dank muss man sich bei Mädelsabend nicht um gewöhnen, Frauen wollen ja nicht zugeben das sie alt sind, also wird es nie ein Frauenabend.

Man geht in die Uni, seit 4 Jahren und manchmal sagt man noch Ferien, statt vorlesungsfreien Zeit. Arbeit statt Klausur, Lehrer statt Dozent. 

Man ist allerdings irgendwann gnervt wenn man Dank Größe und anscheinend unfassbar jungen Gesicht nicht einmal Bier kaufen kann ohne Ausweis und überrascht wenn es doch funktioniert (traurig wird es erst wenn die 17jahrige Freundin hinter dir, nur um zu testen ob es funktioniert eine Flasche Schnaps ohne Probleme bekommt, sie ist also älter als ich, ist das ein Kompliment oder eine Beleidigung).

Interessant zu beobachten ist das manche ihre Mütter um reifer zu wirken Mutter nennen, Schwachsinn Mama ist für immer Mama und Papa niemals Vater, außer einer hört nicht zu und man möchte die Verwandtschaft betonen. 

Manchmal darf die Gewohnheit eben auch mal beibehalten werden!

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen;)

Zeitsprung

Einmal mehr sagte man mir, mit Blick auf ein jüngeres Mädchen,mit Bier in der Stadt, in dem Alter hätte ich mich das nicht getraut. Das Selbe, wenn jemand junges Kondome kauft.

Entweder alle, aber auch alle, die ich jetzt so auf der Uni kenne waren viel anständiger als ich und alle aber auch wirklich so gut wie alle die ich in der Mittelstufe kannte oder aber sie verdrängen.

Mit 14, da durften wir auf die ersten Kirmesse in der Umgebung und haben natürlich Bier bekommen, einige haben es übertrieben, den anderen war es zu teuer.

Mit 15 waren in meiner Klasse die meisten Mädchen keine Jungfrauen mehr, ich mit 16, das ist nicht so seltsam.

Ich habe auch jetzt, mit 23, 16jährige Freundinnen, die mit mir auf Konzerte und Festivals gehen und da was trinken, die vergeben sind, die Geburtstagsparty feiern, wie alle anderen auch. Mit wie im Dorf üblich Bier, Lagerfeuer, einer viel zu großen Anlage, Schnaps, der geschenkt wurde und vielen Menschen, das Selbe bei mir und denen im Alter über mir. Gut bei den älteren wächst das Buffet.

Warum ist es so unfassbar verwerflich und frühreif für Leute um mich herum wenn man mit 16 auf guten Partys ist? Ich bin auf manchen Veranstaltungen nach 12 nicht mehr auf Toilette, um nicht an der Security vorbei zu müssen, da ich nicht länger bleiben durfte, gesetzlich. Drinnen aber wurde man nicht immer gesehen😉

Wir haben das erste Mal mit 14 den Schnapsschrank unserer Eltern geplündert und in unserer Hütte im Wald aus Kindertagen (okay Waldhütten kann man glaube ich nur am Dorf bauen, sonst schreitet das Gesetz ein) bei Handymusik und Taschenlampenlicht gesoffen und dann unauffällig da gezeltet. 

Bei Feuerwehrzeltlagern war unsere Gemeinde unter den Wehren mit dem höchsten Bierkonsum, weil die Jugend mit getrunken hat, Jugend nicht die Kinder, keiner der nicht konfirmiert ist bekommt ein Bier. Ja das ist am Land heute noch die Grenze, die Konfirmation. Auf manch einer Kirmes fühlte ich mich mit 19 schon verdammt alt.

Auf Klassenfahrt hat doch jeder ab der 8.Klasse spätestens, manche auch vorher Alkohol geschmuggelt, das bestätigen auch die anderen Einwohner der Hostels in denen ich war, die hatten egal woher auch immer was mit.

Niemals fand meine Mutter seltsam ab wann ich feste Freunde hätte oder das ich mit 15 die Pille wollte. 

Auch ist es ältere Freunde zu haben nicht seltsam, in meinem Umfeld. Eine Freundin von mir hatte seit wir 15 waren fast immer Freunde, die 4 bis 7 Jahre älter waren. Ein Kumpel von mir ist jetzt mit einer 16jährigen zusammen und selbst noch zwei Jahre älter als ich, die Erwachsene in der Beziehung ist sie.

Außerdem finde ich, mit 16 kann man durchaus selbstständig sein, ich hatte einen Nebenjob und ein Moped, ich war viel unterwegs und kam oftmals erst spät oder am nächsten Tag heim, das war okay. Ich war ja arbeiten oder bei Freunden, die weiter weg wohnen und dann lieber da schlafen als im Dunkeln fahren. 

Ach ja und auf Motorradtreffen war ich, aber nur in der Umgebung.

Ist die Zeit ab 15 denn bei anderen anders? Gehen die nicht feiern, spielen Videospiele ab 18. Schauen nicht schon seit 3 Jahren Horrorfilme mit ihrer Mutter, weil der Vater sowas nicht schauen kann? 

Genauso sagen viele wenn ich sage, damals wollte ich nicht konfirmiert werden und ich finde es nicht richtig, dass meine Eltern mich Zwängen, weil man zur Konfirmation selbst ja zur Kirche sagen soll, mit 14 könne man so etwas nicht entscheiden. Doch das kann man, meine Einstellungen und Vorstellungen haben sich seit dem entwickelt aber nicht gänzlich gewandelt. 

Ebenso hatte ich zu dieser Zeit eine politische Meinung, die sich wenig geändert hat und schon damals habe ich Parteiprogramme gelesen um zu wissen was welche Partei will. 

Warum glauben denn so viele mit 15 ist man noch gänzlich ein Kind? Man ist Teenager, jugendlich, man spielt nicht mehr mit Puppen, man ist zu cool dazu. Man geht einkaufen, schwärmt, macht erste sexuelle Erfahrungen, betrinkt sich das erste Mal. Man geht auf den Mittelstufenabschluss zu und manche beginnen schon eine Ausbildung.

Warum vergessen das so viele? Also meine Familie nicht, ich liebe Mamas und Omas Jugendgeschichten.
Schönen Gruß, Auf Wiedersehen;)

was einst in meinem Tagebuch stand

Habe das Ding wiedergefunden und ich muss sagen, wow was Kinder so beschäftigt

Zunächst kommen sehr wichtige Einträge meiner Grundschulzeit, da war ich Zelten und vieles andere kann ich heute nicht mehr lesen.

Dann begann meine Hardcore- Anime-Phase und ich hab sinnlos Infos über alle Serien die auf RTL- II liefen gesammetl, ich weiß auch noch das die aus der Mega Hero kamen.

Dann in ich besorgt um das Liebesleben einer Freundin, damals dachte ich wohl da kann ich was dran ändern.

Mit 15 hatte ich anscheinend eine Selbstfindungsphase an die ich mich nicht mehr errinern kann, ich weiß nur noch das ich zu dieser Zeit anderen ins Gesicht sagen konnte es ist mir egal ob du mein Aussehen hässlich findest.

Mein Tagebuch sagt das ich nach außen zwar stark wirke, aber nicht weiß wer ich eigentlich bin, also so gar nicht, obwohl ich weiß was ich will und mag, das dekliniere ich genau, ich will einfach nur wissen wer ich bin, im nachhinein sind meine Gedanken dazu, …. ähhhhh…. ein Mensch!

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen

Sex

Sex ist Thema, in den Medien, in den Köpfen und dennoch gern verschwiegen.

So sehr es mich stört das wir Menschen uns oftmals unfassbar genieren öffentlich darüber zu sprechen (mich zu oft eingeschlossen), so oft denke ich darüber nach ob das Thema in Film und Fernsehen oft nicht zu sehr propagiert wird. Dann ist noch das Thema Frauen werden generell als Sexobjekt gesehen und dargestellt, viele Fragen um ein Thema, aber was stimmt?

Laut Statistik werden wir immer jünger beim ersten Mal, meine Frage… ist das so schlimm? Ich höre die Leute da oft von einem Alter von 14 reden und denke mir, warum nicht 14 ist meiner Meinung nach voll okay!

Dann dreht es sich in jeder noch so unbedeutenden Fernsehserie darum, um Sex, wer mit wem, wer geht wem fremd und eine Figur hat jedes Jahr Probleme mit dem Ersten Mal, finde ich glaube ich auch gut, warum?

Naja ich denke dieses schweigen darüber im Alltag kann dadurch aufgelockert werden, sollte es aber auch nicht zu sehr, ich habe nämlich auch Freunde, die einem manchmal einen zu tiefen Einblick in ihr Schlafzimmer geben, manchmal ist es aber auch ganz lustig.

Sind aber gerade dieses selbstverständliche Vorkommen von Sex in Film und Fernsehen, aber das Schweigen im Alltag die Gründe dafür, das so viele überrascht sind wie viele „zu junge“ Leute Sex haben?
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Jedenfalls denke ich das Thema ist heute wichtiger als früher, was uns fehlt ist aber über Sexualität zu sprechen.

Homosexualität, Bisexualität, sexuelle Vorlieben, das sind noch immer Dinge für die man auch in Deutschland zu schnell verurteilt wird. So viele Frauen wie Shades of Grey gelesen haben, würden wüssten sie von einer Freundin, das sie BDSM ausübt und offen darübber spricht, über sie lästern oder ihr erklären es sei nicht normal. Warum? Insgeheim würde die Lästernde es aber gern ausprobieren.

Mit der Homosexualität ist das ähnlich, ich habe zahllose Freundinnen, die sich von Lesben fernhalten würden, ich denke mir da nur warum? Wo ist deine Offenheit hin und warum sind Schwule okay, ach ja, die haben dann kein Interesse an dir oder was? Das ist doch krank lernt einen Menschen erst einmal kennen!

Mal wieder abgekommen vom Ursprungsthema sorry 😉

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

Zu jung dafür oder langsam merke ich das ich erwachsen bin?

Gesetzt dem Falle, das man sich mit Anfang 20 ein Haus kauft, und sich damit auf Jahre festlegt, finde ich nicht das man damit ein unkalkulierbares Risiko eingeht, nein auf keinen Fall,, aber ich finde es zu früh um zu wissen, wo man denn leben will, also die nächsten Jahre..

Ich weiß, ich möchte nicht all zu weit weg von meinem zu Hause, also auf lange Sicht gesehen, ansonsten weiß ich aber auch, in meinen 20ern und vielleicht auch 30ern wollte ich mich eigentlich noch auf keinen Wohnort festlegen und vielleicht auch mal weiter weg ziehen.

Der Punkt ist, ein Bekannter ist diesen Weg gegangen, er besitzt nun ein Haus, ich frage mich jetzt, fühle ich mich nur zu jung dazu und es ist vollkommen in Ordnung oder legt man sich damit doch zu sehr fest?

Grundsätzlich sind Menschen ja verschieden, für mich steht aber fest, in meinem Leben möchte ich einige Jahre in einer Großstadt verbringen, die meiste Zeit aber hier zu Hause, ländlich. Irgendwie denke ich wenn ich mich zu sehr festlege dann werde ich etwas verpassen in meinem Leben und kann nicht ganz nachvollziehen, wie man das riskieren kann….. egal genug von meinem Kopf wirr warr!

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

(…)

War mal wieder ziemlich überrascht von der Welt.

Im Auslandssemester habe ich eine junge Frau aus Südamerika kennengelernt, sie war ebenfalls war in der selben Stadt, ein superwitziges Mädel, ich mochte sie.

Jedenfalls ist sie ein paar Jahre älter als ich und meinte als sie ging zu mir, in meinem Alter sei man noch so süß, so verträumt und man  habe sich selbst noch nicht gefunden, die Meinung anderer Leute sei einem noch viel zu wichtig, mit den „Alter“ würde sich das dann ändern.
Dann erzählte sie noch von einem Jungen, den sie auch in der Stadt in der wir uns befanden kennen gelernt hatte, sie sei ein paar Mal mit ihm getroffen und es sei eben ein bisschen was gelaufen, als sie gehen musste, sagte er zu ihr, es sei schwer für ihn sie gehen zu lassen, sei war überrascht, sie hatte niemals gedacht oder gesagt es sei etwas ernstes, denn sie war nur für einen dreiwöchigen Kurs im Ausland. Sie dachte es sei auch ihm klar, das sie nur ihr Leben genießen wollte.

Als sie das erzählt hatte dachte ich im ersten Moment oh wie süß und im zweiten fragte ich mich ob meine sie mit der Annahme recht hatte, das man mit Anfang 20 so etwas noch zu ernst nehmen würde. Für mich kam ich zu einem anderen Entschluss: Nein! Das trifft auf mich nicht zu!

Es überraschte mich aber auch das man gerade an einen Herrn der Schöpfung geraten konnte, der das alles zu ernst nahm, irgendwie finde ich das auch noch immer ziemlich süß, denn in meinem Umfeld habe ich einige Kumpels, die mit den Frauen eher spielen und nichts festes suchen, da überrascht mich dieses Denken noch ein bisschen mehr als andere. Alles in allem wollte ich das einfach mal als unnützes Wissen aufschreiben.

Allerdings war die Annahme, das ich noch zu viel darauf gebe was andere sagen für mich auch eine die ich zunächst hinterfragte, was ja eigentlich zeigt, das ich darüber nachdenke was andere sagen. Jedoch war mein Gedanke der folgende, ich hatte schon immer Hobbies, die andere eher nicht hatten, oder Ansichten, die ich nicht mit vielen Teile, ebenso hatte ich schon früh einen Stil, den ich nur mit einer einzigen Freundin teilte, es war mir egal was andere davon hielten, ich ziehe an was ich wollte, allerdings muss ich zugeben, das änderte sich im Alter zwischen 16 und 18, diese 2 Jahre war ich extrem beeinflussbar, für meine Verhältnisse, ich denke allein der Gedankengang, der dazu führte das fest zu stellen, zeigt ich gebe schon etwas darauf was andere sagen. Ich denke jedoch, man kann auch nichts erreichen wenn man ganz und gar nicht darüber nach denkt, denn wie soll man denn jemanden überzeugen wenn man nicht einmal hören will was er denkt?

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen