Ich hab meine Meinung geändert…

Ich dachte als Kind immer, dass das Konzept einer Beziehung, dass mein Eltern führen das einzig richtige ist.
Heute denke ich anders, ich führe auch eine monogame Beziehung, denke aber nicht, dass offene und/oder polyamore Konzepte nicht funktionieren.

Und jetzt der Schock, ich habe meine Meinung zum Corona- Virus geändert.
Zu Beginn der Pandemie dachte ich, das wird eine Grippe und wir machen da jetzt einen riesen Hype draus, wie bei der Schweinegrippe.
Die Zahlen in Italien, Spanien und Frankreich haben meine Meinung dann aber geändert und vor allem die aktuelle Lage.
Sieht man sich die Zahlen an, dann sagen viele an der Grippe starben letztes Jahr 25.000 Menschen. Und das stimmt und ja es starben weniger an Corona. Aber mit Maßnahmen. Wann hatten wir einen Kontaktbeschränkung oder Masken getragen? Nie und das ist der Punkt, der mich beunruhigt.
Wir haben Ende April 5000(*1) Corona- Tote, das ist ein Fünftel der Grippe- Toten des letzten Jahres. Wir haben diese Zahl mit Maßnahmen, die die Verbreitung gemindert haben. Weiter wütet Corona ca. 1,5 bis 2 Monate in Deutschland, also noch recht kurz. Wir kämen also bei gleichen Zahlen über 12 Monate auf 30000 Corona Tote und das mit Gegenmaßnahmen. Das muss man sich mal überlegen.
Drosten warnt vor einer zweiten Welle.
Einerseits finde ich es schrecklich mich noch länger nur mit einem sehr kleinen und ausgewählten Kreis von Leuten zu umgeben. Niemanden sonst zu sehen und nicht feiern zu gehen, andererseits denke ich tatsächlich, dass wir es mit einer ernst zu nehmenden Krankheit zu tun haben.
Darauf weisen auch erste Obduktionsergebnisse und Verläufe gesundeter Menschen hin. Es werden allem Anschein nach mehr Organe als nur die Lunge befallen. Genesene Patienten haben noch Monate lang Atemprobleme. Ergebnisse aus Innsbruck verweisen darauf, dass Taucher sich testen lassen sollten wie gut ihr Lunge nach Corona arbeitet. Sport wird danach, auch nach einem milden Verlauf gar nicht empfohlen, auch nicht gesund.(*2)
Das ist jetzt nichts, was sich anhört wie eine heftige Grippe, ein zwei Wochen krank und dann ist gut.
Klar wenn es einen erwischt, dann ist das so, aber vielleicht sollte man doch mal drüber nachdenken was sein muss und was nicht und das finde ich sehr schwer. Meine Oma ist sehr gesellig und für sie wäre es schlimmer keinen zu sehen!
Meine Freunde gar nicht mehr sehen nur noch anrufen? Jein, meine beste Freundin ist Familie! Und meine Familie sehe ich auch. Ich bin normalerweise immer unterwegs und gerne in Cafes, gehe gerne aus. Gehe gerne Essen. Ich schränke mich ein, schon damit das ich meist daheim bin außer zum Einkaufen. Darin das ich ne echt gute Freundin nicht mehr jede Woche sehe, sondern nur noch dann wenn ich in den nächsten unverpackt will und wir zusammen einkaufen und dann versuchen wir Abstand zu halten.
Das mit dem Abstand klappt mit meiner besten Freundin und engsten Familie weniger gut. Aber niemand ist perfekt und das erwarte ich auch nicht.
Ich meine eben so Sachen wie, nehme ich jetzt den Zug ? Kann ich den Gang vermeiden?

Ich denke jeder vermindert das Risiko in dem ihm möglichen Rahmen.
Ich kann auf bestimmte Menschen nicht verzichten und die reichen mir dann nicht nur am Telefon.
Ich sehe aber deutlich weniger Menschen als vorher und ich gehe seltener, dafür auf Vorrat einkaufen. Ich treffe weniger und feiern kann ich ohnehin nicht. Ich fahre kein Zug im Moment. Das alles sind Punkte an denen ich Begegnungen vermeide. Keine Lesungen, Messen, Konzerte, Feiern. Was zum Beispiel schwer ist, kein Cafe, kein Restaurant, nicht in die Uni Stadt fahren und durch die Stadt schlendern und nicht spontan mit dem Zug jemanden Besuchen oder eine Stadt besichtigen. An der Arbeit Abstand halten und auch privat im Dorf ( ist echt nicht so einfach, das sind wir nicht gewohnt!)

Niemand ist perfekt und das sind auch die Regulierungen nicht. Ja sie sind unterschiedlich, warum, weil keiner weiß was richtig ist. Kein Eis im einen Bundesland, im anderen kein Baumarkt, warum? Weil Eisessen zum Treffen einlädt, aber es gibt eben auch das Gefühl von Lebensfreude, was ist nun richtig, verbieten oder nicht?
In Baumärkten bekommt man viel um seinen Hobbys zu Hause nach zu gehen, sie sind aber nicht zwingend systemrelevant und jedes Geschäft ist ein Ort an dem man krank werden kann. Was ist richtig? Die Hobbys auch noch nehmen? Ansteckungsgefahr mindern?
Entscheidungen sind nicht immer einseitig zu betrachten.
Ebenso ist es mit allem was wir privat tun.
Endlich in die Buchhandlung stürmen oder doch telefonisch bestellen, um die Ansteckung zu verhindern?
Brauchen die Menschen in den Städten wirklich neue Kleidung?
Ich brauch wirklich neue Schuhe! Aber ich denke die alten tragen mich zu Hause auch noch.
Essen muss ich definitiv einkaufen und Stoff für Masken.
Masken auch etwas, dass ich unlogisch fand.
Irgendwie sind wir deutschen eher egoistisch. In asiatischen Ländern trägt man Maske wegen der schlechten Luft und wenn man erkältet ist. Man will niemand anderen anstecken, das gebietet die Höflichkeit.
Zwar zeigt eine Studie deutlich, dass eine Maske bei Husten und Niesen wenig Fremdschutz bietet (*3), man darf dies aber nicht falsch verstehen.
Denkt mal einmal darüber nach mit welchem Druck sich die Luft bei diesen Vorgängen aus uns heraus bewegt, sind diese beiden Situationen Extremfälle. Von diesen Fällen kann man nicht ausgehen!
Warum DIY- masken sinnvoll sind erklärt sich dennoch. Beim Sprechen können die Aerosole nicht so gut entweichen. Es ist ein Fremdschutz in Alltagssituationen, um andere zu schützen, falls man infiziert ist und noch nichts merkt! Weiter soll der Abstand eingehalten werden! Mit einer Maske fast man sich seltener ins Gesicht! Eine Studie zeigt, dass die Materialien, die bei DIY- Masken verwendet werden sollen, sie Viren unter normalen Bedingungen nicht durchlassen. Was wichtig ist, ist die Handhabung. Eher passende Masken, Reinigung nach Tragen, nicht zu lange Tragen, Maskenwechsel. (*4)
Aber hey, wenn wir das hinkriegen, dann gibt es hier vielleicht auch Masken wie in Asien, welche die irgendwie besser aussehen.
Was ich an der Maskenpflicht problematisch finde, ich weiß nicht ob es durchkommt, aber ich weiß einige Schulen bei uns wollen Maskenpflicht in der schule. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist braucht man sicher 2-3 Masken. Die werden dann abends abgekocht und trocknen 1-2 Tage. Das heißt man braucht pro Kind 6-9 Masken. Auch DIY- Masken kosten oft 7€ ohne Versand, wenn man sie für den Preis überhaupt bekommt. Das macht also bei der besten Annahme 42€ pro Kind. Ja gut, das kann jetzt schon teuer werden. Ich finde man sollte DIY- Masken als Stadt oder Gemeinde kaufen und dann mindestens an sozialschwache, besser natürlich an alle verteilen.
Aber hey, ich mein ja nur, wer Pflichten fordert und Strafzahlung will, der sollte auch liefern, meine ich.

Ich weiß, alle Rechnungen hier sind Milchmädchenrechnungen, da viele Faktoren mit einspielen. Aber ehrlich denkt trotzdem mal drüber nach.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

*1https://www.focus.de/finanzen/boerse/wirtschaftsticker/mehr-als-149-900-corona-nachweise-in-deutschland-5261-tote_id_11916988.html

*2 https://www.oe24.at/coronavirus/Vermindertes-Lungenvolumen-Experten-gehen-von-Spaetfolgen-durch-Corona-aus/425964034
https://www.dw.com/de/corona-sp%C3%A4tfolgen-genesene-haben-teilweise-reduzierte-lungenfunktion/a-52838231
https://www.oe24.at/coronavirus/Uni-Klinik-Innsbruck-Irreversible-Lungenschaeden-bei-Corona-Patienten/426769833
https://www.welt.de/wissenschaft/article207417811/Corona-Tote-In-den-wenigsten-Faellen-eine-Lungenentzuendung.html

*3 https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111799/COVID-19-Patienten-husten-Viren-durch-chirurgische-Masken-und-Baumwollmasken-hindurch

*4 https://www.swr.de/swr1/bw/programm/mundschutzmasken-pflicht-und-diy-masken-100.html
https://www.laborpraxis.vogel.de/diy-atemschutzmasken-wie-gut-filtern-haushaltsmaterialien-a-924000/

Wohin…

„Wohin wenn die Nazis kommen?“
Das hat mich wirklich so eine Freundin letztens gefragt und sie macht sich da wirklich Gedanken und Sorgen.
Ich selbst sehe den rechten Vormarsch nicht ganz so groß, wie meine geliebte Punk- Musik und meine Freundin, aber ich sehen ihn als vorhanden und als Problem! Dazu ist er in manchen Regionen sicher stärker ausgeprägt als in anderen.
Vielleicht bin ich da aber auch verblendet!
Hass gegen Flüchtlinge ist ein klares Problem! Hier sehe ich die meisten auch unbegründeten Meinungen gegen die Menschen die Schutz suchen.
Klar, es kann nicht jeder für immer bleiben, klar es gibt Arschlöcher, aber sind wir mal ehrlich, habt ihr euer Leben wirklich geändert seid die Flüchtlinge da sind?
Ich jedenfalls nicht.
Ich gehe in meiner Uni- Stadt genau wie vorher durch die Stadt und Nachts feiern, ich muss keine Ecke wegen den bösen Flüchtlingen meiden und wurde noch nie angemacht!
An der Arbeit habe ich solche und solche kennen gelernt, Menschen die arbeiten wollen und Chancen Nutzen und solche die das System ausnutzen wollen, das kann ich aber 1 zu 1 auf deutsche übertragen.
An dieser Stelle kann ich zugeben, dass ich finde, wer wirklich keinen Integrationswillen zeigt, der muss auch nicht bleiben! Wer in ein fremdes Land kommt und dessen Werte mit Füßen tritt der kann gehen.
ABER
Wer Schutz sucht und versucht sich ein zu gliedern, den will ich nicht raus schmeißen, solange in seinem Land Krieg herrscht!
Den will ich seine Chance hier nicht nehmen und dazu noch, es braucht ein bisschen Zeit um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, vielleicht sollte man mehr als eine Chance geben. Nicht jeder kann sich von heute auf morgen ganz und gar umstellen!

Okay was also machen wenn die AfD- Wähler mehr werden oder sich mehr öffentlich gegen Ausländer und die EU äußern, aufgrund der Zunahme von Arbeitern aus Rumänien, Ungarn und Bulgarien? Weil die uns die Arbeitsplätze weg nehmen, die die deutschen oftmals nicht machen wollen?
Was machen? Wohin?
Nehmen die nicht in ganz Europa zu?
Ja, irgendwie schon und irgendwie verstehe ich wenn ich so denke auch die Sorge.
Ich will aber nicht glauben, dass wir der Gesellschaft so gar nicht die Augen öffnen können!
Das wir nicht mit Prävention gegen Rassismus arbeiten können, das Aufklärung gar nichts bringt.
Wir müssen aber ansetzen und anfangen und dürfen den Punkt eben nicht verpassen!
Das ist sicherlich wichtig.
Ich persönlich denke auch, dass der Dialog wichtig ist.
Ich habe mit Menschen am Land gesprochen, die im Fernsehen nur von Vorfällen mit Migranten in Städten gehört haben und jetzt glauben Angst sei gerechtfertigt. Dabei lässt man den Fakt außer Acht, das wohl nur Japan unsere Sicherheit auf den Straßen übertrifft. Natürlich gibt es schlimme und gefährliche Viertel in Deutschland, gegen die agiert werden muss, diese sind aber lange nicht so gefährlich wie die schlimmen Ecken in den USA, Südamerika oder teilweise Paris.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉

* hier einige wenige Beispiele bis 2012 ( weil Statistiken nun mal nie ganz aktuell sind und nicht weil ich die Flüchtlingsbewegung ausblenden will) https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained

Ansonsten kann auch hier nachgesehen werden
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2018/pks2018_node.html

Dabei zeigt sich, sogar ein Rückgang an Straftaten für 2017 (insgesamt, dabei gehe ich nicht auf die Vermehrung und Verminderung bestimmter Straftaten ein), 2017 ist der letzte Berechnungszeitraum.

Sind Flüchtlinge gefährlich ?

Ja!

Bin ich Pro Asyl?

Ja!

Passt das zusammen?

Wenn man es näher betrachtet schon.
Ich kann nicht abstreiten, das die Deutsche Kultur und das Verhalten, das man hier gerade Frauen gegenüber an den Tag legen sollte, bei vielen Asylanten und Asylbewerbern, aus Syrien und anderen eher muslimisch geprägten Staaten zu wünschen übrig lässt.
Auch glaube ich nicht das die vielen Übergriffe, auf Frauen, von Dunkelhäutigen, die gebrochen Deutsch sprechen erstunken und erlogen sind.
Ich glaube aber, das viele Menschen hier her gekommen sind und unter denen viele Arschlöcher sind. Ich weiß, dass das Frauenbild in den Herkunftsländern ein anderes ist und wir sehen es doch alle, an dem Mangel an Selbstbewusstsein, den die wenigen Frauen, die hier sind neben ihren Männern haben (ich spreche hier nicht von Kleidung, nein man darf durchaus Kopftuch tragen und kann selbstbewusst sein, aber das Auftreten, neben den Männern, die Ausstrahlung ist es, die ich meine, die fehlt).
Aber ich werde mich hüten alle über einen Kamm zu scheren. Ich habe immer noch wenig schlechte Erfahrungen gemacht. Ich denke immer noch, das wir mit Kultur und Begegnungsunterricht oder Kursen einiges bewegen können. Ich denke, das viel davon kommt, das Flüchtlinge noch immer viel unter sich sind und wenig Kontakt zu der anderen Kultur haben. Daher ist das kategorische Ablehnen ein Fehler und macht die Situation nicht besser. Wir lesen von vielen ausländischen Tätern, weil sie mehr geworden sind, das kann man sicher nicht abstreiten, jedoch stammen nicht alle aus Flüchtlingsheimen, dazu kommt, das uns eben diese Fälle im Gedächtnis bleiben, da die Asylbewegung in Deutschland und seinen Medien negativ dargestellt wird, wenn auch durch Hintertüren.

Wir sollten uns aber auch fragen ob wir insgesamt häufiger von Übergriffen auf Frauen hören und sehen wir von Köln letztes Jahr einmal ab, so könnte ich das nicht behaupten. Teilweise sehe ich mehr gaffende Männer, das war es dann auch schon.

Aber aus meinen Erfahrungen mit arabischen Männern, zum Beispiel im Auslandssemester, kann man denen durchaus erklären, hier läuft alles ein bisschen anders, außer ein oder zwei Härtefällen, aber die gibt es ja auch bei uns.

Ich sehe also ein Problem, aber eines, das man zu großen Teilen beheben kann, wenn man Kontakt und Verständnis schafft. Aber das lehnen wir ab. Die andere Frage ist, wie sieht es aus, wie viele in Deutschland sind Pro Asyl, wie viele dagegen, würde man hier eine Volksabstimmung machen, wie groß wäre die Beteiligung?
Es würde mich interessieren, denn auch wenn ich ein Asyl-Sympathisant bin, finde ich auch Demokratie eine gute Sache und wenn es vom Volk ausginge niemanden mehr auf zu nehmen, nun ja dann müsste ich das akzeptieren.

Dennoch glaube ich das man Leute aufnehmen, ihnen helfen kann und soll. Das Asyl wichtig ist, das man Verständnis durch Kontakt schaffen kann.

 

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen

Ostdeutschland ist gefährlich?

Das sagte auf jeden Fall Kanada, so ein bis zwei Wochen ist das her, warum?

Vor ein zwei Wochen haben die lieben Kanadier nämlich eine Reisewarnung heraus, für Ostdeutschland. Oh was? Anscheinend ist es dort unglaublich gefährlich, wie begründet Kanada dies denn?

Naja warnt wegen Rechtsextremismus und gewaltbereite deutsche Jugendliche.

Schön das Deutschland im Ausland wieder dieses Bild hat, ganz toll, da haben wir es ja geschafft, dazu tragen wahrscheinlich doch auch Pegida, AfD und ein Hass auf Flüchtlinge bei.

Die Frage ist interessiert es irgendjemand, das es eine Reisewarnung in unser Land gibt, sei sie jetzt für Kanadier wirklich angebracht oder nicht…

Nein anscheinend nicht, denn viel davon gehört habe ich nicht, ich finde aber man kann es mal zur Sprache bringen, denn es ist erschreckend und sollte uns alle ein wenig wach rütteln.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen 😉