Blogs sind eine Diskursanalyse Wert, denn sie sind radikal

Das ist nicht wirklich das Ergebnis aus meinem heutigen Seminar, doch geht es in diese Richtung.

Angaben, die wir in einem Blog über uns machen sind freiwillig, man schreibt anonym. Trotz dieser Anonymität verhalten wir uns als ob wir in einem normalen Gespräch wären. Wir drücken uns schriftlich aus im mündlichen Stil und was am wichtigsten ist, wir halten den Blogger für Glaubwürdig. Diese Glaubwürdigkeit können wir nicht an Auftreten, Mimik und Gestik kontrollieren, wir beurteilen Sie an unserer eigenen Meinung, denn wir selbst glauben uns am meisten.

Da man nun nur den Schein eines echten Gespräches hat fällt es uns leichter extreme Meinungen zu äußern und zu diskutieren, man sieht uns ja nicht. Wir sind dabei aber distanziert, wir können einfach die Seite verlassen, bekommen wir Widerworte, die Auseinandersetzung ist freiwillig. Weiter werden sich auf unserem Blog eher Leser finden, die unserer Meinung sind. 

Das alles führt auch zu der Akzeptanz extremer Stellungen, man hat das Gefühl verstanden zu werden. Endlich spricht jemand aus, was wir denken! So kann es zu einer Radikalisierung der Meinung kommen.

Ich fand dieses Ergebnis doch interessant, besonders dann wenn ich bedenke wie viele auf Facebook radikale Meinungen teilen. Allem Anschein nach scheinen diese Menschen sich sich anonym zu fühlen, auch wenn sie es hier nicht sind. Jedenfalls nicht so wie ihre Profile angelegt sind.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen;)

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