Das war nicht so gemeint

Ich sagte den Satz im Vertrauen zu den Journalisten, darüber hinaus, meinte ich nicht mich sondern einige Bürger, ich habe Boateng niemals beleidigt.

Nun ja Herr Gauland, das sind viele Sätze, mit denen sie den wie sie sagen ihnen in den Mund gelegten Satz, der Aussagt einen Boateng wolle man in der Nationalmannschaft, aber nicht als Nachbarn, zu rechtfertigen.

Was nun auch immer stimmen mag, meine ich… falls sie diesen Satz tatsächlich im Vertrauen geäußert haben und auch wenn er nicht lautete sie wollen nicht neben einem Boateng wohnen, sondern einige „besorgte“ Bürger in Deutschland, so scheint der Satz, wenn er denn als Beleidigung gegenüber Boateng, von den Journalisten aufgefasst, wurde seine Berechtigung zu haben ausgesprochen wurden zu sein oder besser aufgeschrieben. Denn auch wenn man solch einen Satz vielleicht im Vertrauen äußert, der Journalist hat hier etwas mitbekommen, was schon von allgemeinem Interesse ist und wohl eine Meinung darstellt, die ich erschreckend finde.

Dazu habe ich eben gerade, gegen die Mittagszeit zwischen 12:10 und 12:45 auf Deutschlandfunk eine Diskussion gehört. Man erwähnt hier, das mit dieser Aussage eher diese „besorgten“ Bürger als beleidigt an zu sehen sind und das eine solche Äußerung, die angreifend wirkt und dann wieder heruntergespielt wird typisch für die AfD sei, außerdem sei das Grundproblem, das in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern, so zum Beispiel Frankreich, die Akzeptanz im Sport zu finden sei, nicht aber im normalen Leben.
Bitte bemerkt was ihr da gewählt habt, in so vielen Kommunen in Hessen! Und auch in vielen anderen Bundesländern, die sogenannte Alternative, ist vielleicht etwas kritischer zu betrachten, als ihr es dachtet.

Komme ich aber noch einmal auf den Deutschlandfunk Beitrag zurück, ich denke in welche Richtung hier eine Beleidigung ausgesprochen wurde ist nicht klar zu erkennen und Auslegungssache, soweit man das auslegen möchte, aber an sich spricht die AfD ja für diese „besorgten“ Bürger, warum also sollte ein AfD-Politiker diese beleidigen wollen und ist der Satz wirklich beleidigend? Ich finde ihn beleidigend, und zwar so wie er als beleidigend aufgefasst wird, gegenüber Boateng, oder eben allen für die Boateng hier als Beispiel dient.

Klar ist das Problem ist eben, das wir zwar eine „multikulturelle“ Fußballmannschaft akzeptieren (wobei eben die Frage ist wie man multikulturell bezeichnet, wenn Boateng dazu zählt, weil er dunkelhäutig ist und sein Vater aus Ghana stammt, seine Mutter ist aber deutsche und er wuchs in Berlin auf, für mich klingt das jetzt wenig nach Ausländer, aber gut, wenn man eben nur auf äußerliche Merkmale geht, dann ist das so, wäre sein Vater ein Holländer, wäre er dann kein Beispiel dafür? Wahrscheinlich nicht, denkt mal drüber nach, auch wenn es dumm erscheint) aber eben nicht unbedingt, denn Ausländer neben uns, weil die Gesellschaft sicherlich zu vorurteilsbehaftet ist. Tatsächlich kann ich mir das vorstellen, gerade in kleinen Ortschaften, oder den sogenannten „besseren Wohngegenden“.
Klar sollte man eine solche Aussage zum Ausdruck bringen und zeigen, was da zum Ausdruck gebracht wurde, aber eben auch hinterfragen, ist etwas dran und wenn ja, was kann ich als Mensch, Politiker, Journalist, gegen eben ein solches Denken tun? Warum ist es überhaupt noch vorhanden? Sollten wir in einer vernetzten Welt und einem offenen Europa, über Vorurteile nicht langsam hinaus sein? Interessant ist das man ja nicht mal vom Alltag sprechen kann, wenn wir wirklich darüber nachdenken. Jeder von uns kennt sicher den ein oder anderen, der über Polen, Russen und Türken schimpft, weil die sich angeblich nicht benehmen können und auf unsere Kosten leben. Allerdings, ist der eine Türke in seinem Fußballverein,der mit ihm im Sturm spielt in Ordnung, oder sein Nachbar, der ist nämlich integriert, anders als all die anderen. Wir übernehmen zu viel von dem was als landläufig gilt. Zunächst sollten wir mal unsere eigenen Erfahrungen befragen, bevor wir Klischees glauben. Da ist das Problem, wir haben irgendwo Stereotype, die uns vermittelt wurden, die müssen wir bekämpfen, denn nicht jeder kann jeden Ausländer persönlich kennen lernen und Idioten gibt es in jedem Land.
So reflektiert, kann man aus dem, was in der Diskussion als wichtig hervorgehoben wurde, nämlich das Problem, das man Akzeptanz nur im Sport, nicht aber im Leben miteinander gefunden hat, den Schluss ziehen, das wir alle etwas für Akzeptanz tun können, nämlich zum Nachdenken anregen, zeigen, der Gedankengang so wie du ihn hast ist unlogisch. Stereotypen und Klischees, sind nicht immer wahr oder läufst du den ganzen Tag Weißwurst essend und Bier trinkend in Lederhose durch die Gegend? Bist du ein schlechter Gastgeber? Nein, oh sind deine Vorurteile gegenüber anderen, dann auch nicht so ernst zu betrachten? Sollte man die zweifel gegenüber dem zum Beispiel neuen Nachbarn dann nicht lassen und ihn erst einmal als Mensch kennen lernen?

 

Schönen Gruß, Auf  Wiedersehen 😉

Ein Gedanke zu “Das war nicht so gemeint

  1. Entschuldigung, nach dem was ich zuletzt hörte steht der nette Herr zu seiner Aussage, meint aber mit Boateng ein schlechtes Beispiel gewählt zu haben, da er ja nicht wusste das Boateng Deutscher und Christ ist.
    Das macht es besser, auf jeden Fall!
    Nein, es verdeutlicht nur noch mehr, das dieses Denken, er hat eine andere Hautfarbe und ist Ausländer und ich habe Vorurteile, viel zu tief verwurzelt ist, gerade in einer Zeit, in der in so gut wie jedem Land, Menschen aus ursprünglich gesehen, aller Herren Länder leben, aber eben in das gehören, in dem sie geboren und aufgewachsen sind und nicht in das, in das ihre Hautfarbe für Menschen, die niemals mit ihnen gesprochen haben zu passen scheint.
    Davon noch mal ab, warum ist die Religion wichtig? Haben wir nicht Religionsfreiheit und verliert Religion in Deutschland nicht immer mehr an Bedeutung?
    Also hey nochmal, versucht dieses Denken ab zu legen.

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